Fiepen im Ohr

Tinnitus durch Covid-19: Coronavirus-Infektion kann Hörvermögen schädigen

Ein Mann trägt AirPods, drahlose Kopfhörer von Apple in den Ohren.
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Ständige Beschallung kann Tinnitus auslösen. Forscher fanden jetzt auch einen Zusammenhang zwischen Covid-19 und der Entstehung von Tinnitus.

Forscher haben eine neue Auswirkung der Pandemie aufgedeckt: Covid-19-Patienten berichteten über verstärkte Tinnitus-Beschwerden – oder entwickelten die Ohrgeräusche neu.

  • Fieber, Husten und der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns: Forscher haben kürzlich die sieben häufigsten Covid-19-Symptomgruppen* in einer Studie dargelegt.
  • Doch es gibt auch Veröffentlichungen, die eher seltene Symptome einer Coronavirus-Infektion beschreiben, wie etwa juckende Quaddeln am Oberkörper.
  • Auch ein internationales Forscherteam ist im Rahmen einer Studie auf eine noch weitestgehend unbekannte Reaktion des Körpers gestoßen.

Summende, dröhnende oder pfeifende Geräusche im Ohr, die nicht verschwinden wollen: Tinnitus kann je nach Ausprägung eine starke Belastung für die Betroffenen sein. Ein internationales Forscherteam hat sich mit der Frage beschäftigt, wie sich eine Infektion mit Coronaviren auf Menschen mit Tinnitus auswirkt. Dabei wurde schnell klar: Es besteht ein Zusammenhang, der eine nähere Betrachtung wert ist.

Tinnitus durch Covid-19? Dauerstress durch Pandemie aus Ursache

Die Forscher aus England, Belgien, den USA, den Niederlanden, Schweden und Indien hatten für ihre Studie die Daten von 3.103 Tinnitus-Patienten aus 48 Ländern ausgewertet. 40 Prozent derjenigen, die unter Covid-19-Symptomen litten, gaben an, dass sich auch deren Tinnitus verschlimmert hatte. Sieben Personen gaben zudem an, dass sie den Verdacht haben, dass der Tinnitus erst durch Corona ausgelöst wurde. „Das ist etwas, das sowohl klinisch als auch bei der Betreuung näher untersucht werden muss“, zitiert das Portal Fitbook Dr. Eldre Beukes, Hauptautor der Studie.

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Auch eine deutsche Studie belegt einen Zusammenhang zwischen Covid-19 und Tinnitus. So sehen Forscher des Tinnituszentrums der Universität Regenburg den erhöhten Stresslevel ausgelöst durch die Coronavirus-Pandemie als Ursache für die Zunahme der Beschwerden von Tinnitus-Patienten. Dauerstress gilt als Tinnitus-Trigger, der diesen verstärken oder sogar auslösen kann. „Bei der Mehrzahl der Patienten war unter Corona die Tinnitusbelastung verstärkt“, zitiert der MDR Prof. Berthold Langguth vom Tinnituszentrum der Universität Regensburg. Andere Studienteilnehmer wiederum hätten diesen Stress nicht empfunden: „Wir haben auch Menschen gesehen, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise entspannter waren; die die Reduktion der allgemeinen Hektik als sehr hilfreich empfunden haben. Die hatten dann auch eine geringere Belastung durch den Tinnitus“, so Langguth. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Zur Studie

Weiterlesen: Corona: Deutsche Forscher finden schlimme neue Folge der Virus-Erkrankung – auch fitte Menschen betroffen.

Von Yoga bis Qigong: Stress abbauen und entspannen

Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose
Ob eher fitnessbetont oder auf Entspannung bedacht: Wer Lust auf Yoga hat, findet meist auch die Form, die ihm am meisten liegt. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose
Tief durchatmen: Wer sich entspannen will, muss dafür nicht unbedingt auf dem Sofa liegen. Sportarten wie Yoga nehmen neben dem Körper auch den Geist in den Blick. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier beim Tai Chi. In ihrer Schule lehrt sie Tai Chi und Qigong. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke
Entspannung durch vorherige Anspannung: Viele Sportarten, die sich dem Stressabbau verschrieben haben, wie die Progressive Muskelentspannung, funktionieren auf diese Weise. Foto: Andrea Warnecke © Andrea Warnecke
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl
Karin Sedlmeier ist Besitzerin einer Qigong- und Tai-Chi-Schule sowie Tai-Chi- und Qigong- Lehrerin. Foto: Andreas Eberl © Andreas Eberl
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler
Ulrika Eiworth arbeitet als Nia-, Yoga-, Pilates- und Aerobic-Lehrerin in Mosbach. Foto: Kai Köhler © Kai Köhler

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