Einzelfall entscheidet

Brustkrebs tut erstmal nicht weh - oder doch?

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Mammografie: Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. 

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart in westlichen Industrienationen. Doch nicht immer deuten Schmerzen auf einen Tumor hin. Abhängig vom Alter kommen auch andere Auslöser in Betracht. Doch was sagt die Statistik?

Wenn es in der Brust schmerzt, denken viele Frauen schnell an Brustkrebs. Sie bekommen aber oft zu hören: Mach dir keine Sorgen, Brustkrebs tut erstmal nicht weh. Aber stimmt das eigentlich?

"Häufig sind schmerzhafte Veränderung in der Brust kein Krebs", erklärt Prof. Markus Müller-Schimpfle von der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Ein Blick auf die Wahrscheinlichkeiten verrate: Schmerzhafte Veränderungen sind zehn Mal häufiger gutartig als bösartig.

Dennoch: Schmerzt die Brust oder fühlt sich komisch an, sollten Betroffene zum Arzt. "Allein nur mit dem Abtasten zu Hause ist es nicht getan", sagt Müller-Schimpfle. Auch das bloße Anschauen sei nicht ausreichend. Beim Frauenarzt oder Radiologen werde dann häufig ein Ultraschall oder zusätzlich noch eine Mammografie gemacht, um die Ursache zu ermitteln.

Bei Symptomen ist immer der Einzelfall entscheidend, da helfen keine Wahrscheinlichkeiten. "Ein Grund zur Panik sind Schmerzen in der Brust allerdings nicht." Altersabhängig können Zysten, Entzündungen, Muskelverspannungen und anderes zu Schmerzen führen.

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung

Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Einmal im Monat sollte jede Frau ihre Brüste aufmerksam im Spiegel anschauen und in aller Ruhe abtasten. Vor den Wechseljahren liegt der beste Zeitpunkt dafür eine Woche nach dem Beginn der letzten Regel, denn dann ist die Brust besonders weich. Gegen Ende des Zyklus kann das Drüsengewebe unter dem Einfluss von Hormonen anschwellen und fühlt sich härter, oft auch etwas knotig an. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Betrachen Sie ihre Brüst im Spiegel: Einseitige Veränderungen in der Form oder Größe, Einziehungen, Vorwölbungen oder Hautveränderungen sind ein Grund, zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt zu gehen. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Wenn Sie die Arme über den Kopf heben, sollten die Brüste ganz natürlich mit nach oben wandern. Achten Sie darauf, ob die Brust sich an einer Stelle verzieht, wenn Sie die Arme heben. Auch das ist ein Grund für einen Kontrolltermin bei der Ärztin oder dem Arzt. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Heben Sie den linken Arm hinter den Kopf und tasten Sie mit der rechten Hand ihre linke Brust ab. Wenn Sie Ihre Brüste zum ersten Mal bewusst abtasten, erschrecken Sie vielleicht, weil Ihnen das äußerlich so glatte Gewebe ziemlich knubbelig vorkommt. Besonders bei jungen Frauen mit sehr ausgeprägtem Drüsengewebe kann das der Fall sein. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Tasten Sie auch den Rand des Brustmuskels in Richtung Achselhöhle und die Achselhöhle ab. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
Brustkrebs - Anleitung zur Selbstuntersuchung
Zum Schluss sollten Sie noch Ihre Brustwarze zusammendrücken und darauf achten, ob sie Flüssigkeit absondert. Wenn Sie irgendeine Veränderung bemerken, die Sie beunruhigt, sollten Sie möglichst bald zur Ärztin oder zum Arzt gehen. © Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

dpa/tmn

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