Binge-Eating

Essattacken: Wann es Zeit ist Hilfe zu suchen

Wer an einer Binge-Eating-Störung leidet, hat die Nahrungsaufnahme zeitweise nicht mehr unter Kontrolle. Foto: Daniel Bockwoldt
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Wer an einer Binge-Eating-Störung leidet, hat die Nahrungsaufnahme zeitweise nicht mehr unter Kontrolle.

Fast jeder kennt Momente, in denen er seinen Appetit nicht mehr zügeln kann und einfach viel mehr als gewollt in sich hineinschaufelt. Doch wann sprechen Mediziner von einer ernsten Essstörung?

Regelmäßige Essattacken können auf die sogenannte Binge-Eating-Störung hindeuten. Betroffene können mit dem Essen weder aufhören noch es kontrollieren.

Essstörung - Warnsignale erkennen

Diese Anfälle können zweimal in der Woche, aber auch mehrmal täglich auftreten. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) hin. Anders als bei Bulimie ergreifen Menschen mit Binge-Eating-Störung aber in der Regel nach einem Essanfall keine Gegenmaßnahmen wie sich zu übergeben. Deshalb sind sie oft übergewichtig - was einen zusätzlichen Leidensdruck mit sich bringt. In Gesellschaft essen Betroffene oft normal oder vermeiden es.

Um ihre Essstörung in den Griff zu bekommen, müssen Betroffene sich zunächst eingestehen, dass sie ein Problem haben und Hilfe brauchen. Sie können sich laut BVDP an Beratungsstellen, ihren Hausarzt, einen Facharzt oder an eine spezialisierte Klinik wenden. Vor allem Menschen, die einen ausgeprägten Schlankheitsdrang haben, unzufrieden mit ihrer Figur sind oder die äußere Erscheinung überbewerten, neigen zur Binge-Eating-Störung.

dpa/tmn

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