Blick in den Spiegel

Was Falten über Ihr Herzinfarkt-Risiko verraten

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Studie: Altersmerkmale lassen Herz-Kreislauf-Risiko erkennen

Wollen Sie wissen, wie hoch ihr Risiko ist, am Herzen zu erkranken? Dann schauen Sie in den Spiegel! Einer Studie zufolge gibt das Aussehen genug Hinweise für Herzerkrankungen.

 „Älter auszusehen als das Alter vorgibt ist ein Anzeichen für den schlechten Zustand von Herz und Gefäßen“, sagt Studienleiterin Anne Tybjaerg-Hansen von der Universität Kopenhagen, die die Untersuchung im November auf einer Tagung der Amerikanischen Herz-Gesellschaft in Los Angeles vorstellte.

Einbezogen wurden 11.000 Dänen, die zu Beginn der Studie 1976 40 Jahre und älter waren. Die Forscher zeichneten damals das Aussehen der Probanden auf, darunter Altersmerkmale wie Falten oder Krähenfüße. In den folgenden 35 Jahren entwickelten 3.400 Studienteilnehmer eine Herzerkrankung, 1.700 erlitten einen Herzinfarkt. Unabhängig vom jeweiligen Alter der Probanden, vom Geschlecht und einer familiären Vorbelastung war das Risiko umso höher, je mehr Altersmerkmale eine Person aufwies.

Dies galt insbesondere für folgende Alterserscheinungen: Eine Glatze oben auf dem Kopf, Geheimratsecken, Falten an den Ohrläppchen und gelbe Flecken am Augenlid. Letzteres ist schon mehrfach in Verbindung gebracht worden mit erhöhten Cholesterinwerten - einem der Hauptrisiken für Herz- und Gefäßerkrankungen. Auch ein Zusammenhang zwischen Glatzköpfigkeit und Haarausfall bei Männern sowie einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen ist schon einmal hergestellt worden, möglicherweise spielt der Testesteronspiegel dabei eine Rolle. Was die Falten an den Ohrläppchen angeht, können die Forscher nur spekulieren.

Einen Trost haben die Forscher parat: Falten im Gesicht und graue Haare wurden nicht als Risikofaktoren identifiziert.

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Kathy Magliato, Herzspezialistin am St. John's Herzzentrum im kalifornischen Santa Monica, sagte, Ärzte müssten mehr auf das achten, was ihnen direkt ins Gesicht steche. „Wir sind so darauf fixiert, den Blutdruck zu messen und die Herztöne abzuhören, dass wir die ganz offensichtlichen Risikofaktoren übersehen“, erklärte sie.

Von Marilynn Marchione/dpad

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