Ernstzunehmende Krankheiten

Ausgeschlafen und trotzdem müde? Deuten Sie dieses Alarmsignal richtig

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Wer ständig müde ist, sollte sich von einem Arzt mal gründlich durchchecken lassen.

Haben Sie volle acht Stunden geschlafen - und fühlen sich trotzdem hundemüde und sind nur am Gähnen? Dann kann eine ernsthafte Krankheit dahinter stecken. Die Redaktion klärt auf.

Acht Stunden pro Nacht: Das ist die gängige Empfehlung von Medizinern für einen erholsamen Schlaf. Doch manche gehen früh zu Bett, schlafen sogar zehn Stunden oder mehr - und fühlen sich trotzdem am nächsten Morgen ausgelaugt, erschöpft und müde.

Diabetes, Nährstoffmangel & Co.: Das kann noch hinter chronischer Müdigkeit stecken 

Wenn dies immer wieder passiert, sprechen Ärzte von einer "chronischen Müdigkeit". Diese zieht sich bis in den Tag hinein - und deutet auf Dauer auf mehr als "nur" Schlafmangel hin. So können auch ernstzunehmende Krankheiten für die bleierne Erschöpfung verantwortlich sein.

Eisenmangel

Wer sich ständig schlapp fühlt, sollte besser einmal bei seinem Hausarzt seinen Eisen-Status bestimmen lassen. Schließlich kann chronische Müdigkeit darauf hinweisen, dass Sie zu wenig des lebenswichtigen Spurenelements im Blut haben. Die Folge: Die roten Blutzellen transportieren Sauerstoff nicht mehr in ausreichendem Maße zu anderen Zellen im Körper. Besonders Frauen sollen laut der Bundesärztekammer von einem Eisenmangel betroffen sein.

Weitere typische Symptome sind:

  • Haarausfall
  • Konzentrationsschwäche
  • Blässe

Erfahren Sie hier: Darum kann es gefährlich sein, wenn Sie mehr als acht Stunden pro Tag schlafen.

Vitamin B12-Mangel

Auch bei einem Mangel an Vitamin B12 kommt es zu denselben, oben genannten Beschwerden. Daher ist es schwierig, zu unterscheiden, wo ein Bedarf herrscht. Daher macht es Sinn, Eisen sowie Vitamin B12 in einem Blutbild abklären zu lassen. Besonders viel Vitamin B12 ist in tierischen Nahrungsmitteln enthalten, wie

  • Leber
  • Hering
  • Lachs
  • Rindfleisch
  • Milch und Milchprodukte 
  • Eier

Daher sind Vegetarier bzw. Veganer am häufigsten von einem Mangel betroffen.

Diabetes

Dauer-Müdigkeit und Erschöpfung können auch Anzeichen für eine beginnende Zuckerkrankheit sein. Der Körper ist aufgrund einer Insulinresistenz nicht in der Lage, Traubenzucker aus der Nahrung in Form von Kohlenhydraten richtig zu verstoffwechseln und in die nötige Energie für die Zellen umzuwandeln. Die Bestimmung des Blutzuckerwerts beim Hausarzt kann Klarheit darüber verschaffen, ob Sie an Diabetes leiden.  

Zu wenig Bewegung

Wer den ganzen Tag über im Büro vor dem Bildschirm sitzt und sich auch abends lieber aufs Sofa vor den Fernseher setzt, anstatt sich sportlich zu betätigen, muss ebenfalls damit rechnen, schlapp und träge zu werden. Studien haben jetzt sogar ergeben, dass moderater Sport (vor allem an der frischen Luft) Erschöpfungszustände verringern und den Kreislauf wieder in Schwung bringen kann.

Zu wenig Flüssigkeit

Ärzte empfehlen Erwachsenen, eineinhalb Liter Wasser pro Tag zu sich zu nehmen. Mehr noch, wenn Sie krank sind, viel Sport treiben oder es Hochsommer ist. Schließlich können die Zellen im Körper nur richtig funktionieren und arbeiten, wenn sie auch mit genug Flüssigkeit versorgt werden.

Antihistaminika

Heuschnupfengeplagte kennen es - wenn die für sie so gefährlichen Pollen fliegen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als antiallergene Medikamente einzunehmen, um die Immunreaktion einzudämmen. Doch unglücklicherweise haben einige A ntihistaminika die unangenehme Nebenwirkung, auch sehr schläfrig zu machen. Daher empfiehlt es sich, diese am besten abends vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Schilddrüsenunterfunktion

Wenn die Schilddrüse schlapp macht, ist der ganze Körper betroffen. Schließlich ist das unscheinbare Organ eine wichtige Hormonschaltzentrale, die nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch andere Prozesse im Körper steuert.

Bei einer Unterfunktion werden nicht mehr genug der Hormone Thyroxin und Trijodthyronin produziert, was sich negativ auf diverse andere Körperorgane auswirkt. Wenn die Erschöpfung auf Dauer besteht und weitere Symptome wie

  • Kälteempfindlichkeit,
  • Gewichtszunahme oder
  • Antriebslosigkeit

hinzukommen, ist ein Gang zum Arzt ratsam.

Lesen Sie auch: Vitaminmangel oder die Schilddrüse? Das bedeuten Rillen in Fingernägeln wirklich.

jp

Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © pixabay
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen". © pixabay
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © pixabay
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © pixabay
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun.
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © pixabay
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -Verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan.
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © pixabay
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern.
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © pixabay
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen.
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © pixabay

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