In Deo und Brezn

Ist Aluminium wirklich gefährlich?

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Zum Schutz vor Außerirdischen hat sich dieser Mann in Alufolie gewickelt.

Aluminium und seine Verbindungen sind in vielen Lebensmitteln, Kosmetika und anderen Produkten enthalten. Von Alu-haltigen Deos wird mittlerweile abgeraten. Macht Aluminium tatsächlich krank?

Was ist Aluminium?

Aluminium ist ein Leichtmetall und ein natürlicher Bestandteil unserer Erde. Über Nahrungsmittel und Trinkwasser gelangt Aluminium in unseren Körper. Doch auch über Dosen oder Kochtöpfe sowie Verpackungen nehmen wir Aluminium auf. 

Aluminium ist ein Nervengift. Gesunde Menschen scheiden Aluminium über die Nieren mit dem Urin aus. Allerdings reichert sich das Leichtmetall bei einer zu hohen Belastung im Laufe des Lebens vor allem in der Lunge und im Skelettsystem an.

Aluminium im Essen

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 Milligramm (mg) Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung abgeleitet.

Für einen 60 kg schweren Erwachsenen gilt damit eine systemisch verfügbare Dosis von 8,6 μg pro Tag als unbedenklich.

Im Trinkwasser, Gemüsesorten, Teeblättern und Gewürzen ist Aluminium enthalten. Außerdem gelangt es auch über Verpackungsmaterial wie Alufolie in unser Essen.  

Aluminium im Deo

Doch auch über die Haut kann der Körper Aluminium aufnehmen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nun die geschätzte Aluminiumaufnahme von Deos bewertet. Die errechneten systemischen Aufnahmemengen liegen demnach für die gesunde Haut mit rund 10,5 μg über den 8,6 μg pro Tag.

Die Werte für geschädigte Haut, beispielsweise Verletzungen durch eine Rasur, liegen aber lauf BfR um ein Vielfaches darüber.

Wer sich morgens ein Alu-haltiges Anti-Transpirants unter die Arme sprüht, hat die tolerable wöchentliche Aufnahmemenge oft schon erreicht. Der Einsatz von Aluminium gegen Achselschweiß sollte deswegen nach Expertenmeinung vorsichtshalber reduziert werden.

Neben aluminiumhaltigen Deos gibt es aber auch andere Kosmetik mit Aluminiumverbindungen, wie beispielsweise Lippenstifte, Zahnpasten, Cremes und Sonnenlotionen.

Alzheimer und Brustkrebs

Ein kausaler Zusammenhang zwischen der erhöhten Aluminiumaufnahme durch Antitranspirantien und der Alzheimer-Krankheit bzw. Brustkrebs konnte, laut dem Bericht der BfR, trotz einer Reihe entsprechender Studien aufgrund der inkonsistenten Datenlage wissenschaftlich bisher nicht belegt werden.

Forschungsbedarf bei Risiken durch Aluminium

Doch die Experten sehen es einen Forschungsbedarf, da auch über Langzeitwirkungen des Stoffes im menschlichen Körper noch zu wenig bekannt ist.

ml

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