Wein, Bier, Spirituosen

Gefährlicher Alkoholverzicht? Diesen Fehler sollten Sie nach dem Fasten tunlichst nicht machen

Während der Fastenzeit verzichten viele Menschen auf Alkohol. Doch die Wein- und Bierabstinenz kann folgendes Problem nach sich ziehen.

  • Generell gilt: Je weniger Alkohol man trinkt, desto besser. Als Giftstoff wird Ethanol von der Leber abgebaut, die bei regelmäßigem und übermäßigem Alkoholkonsum Schwerstarbeit leisten muss. Außerdem ist langfristiger Alkoholmissbrauch Auslöser für Krebserkrankungen insbesondere der Leber, in der Mundhöhle, im Rachenraum* und in der Speiseröhre, wie das Portal Kenn dein Limit informiert.
  • Wer regelmäßig zu Wein und Bier greift, verringert außerdem seine Potenz und fördert Übergewicht.
  • Ein Alkoholverzicht hilft der Leber, sich zu regenerieren. Sie ist das einzige Organ im Körper, das sich selbst erneuern und sogar nachwachsen kann, wie das Klinikum Stuttgart meldet. Doch ein „kalter Entzug“ birgt auch Schattenseiten, wenn Sie diesen Fehler machen.

Viele kennen es von sich selbst: Man hat mehrere Wochen über die Stränge geschlagen und will eine Alkohol-Pause einlegen. Generell eine hervorragende Idee, berücksichtigt man, dass Alkohol ein Gift ist, dass zwar entspannende Wirkung entfaltet, allerdings auch viele Krankheiten und Probleme begünstigt – angefangen von Schlafproblemen bis hin zur Leberzirrhose.

Wie die Oberberg Kliniken auf ihrer Website informierten, führt Alkoholabstinenz bereits nach zwei Wochen zu tieferem Schlaf, einem verbesserten Immunsystem und geringerer Kalorienzufuhr. Nach sechs Wochen Verzicht verbessern sich Blutwerte und auch der Blutdruck sinkt. Hinzu kommt mehr Lebensenergie. Doch Klinik-Direktor am UKE Hamburg-Eppendorf Professor Ansgar Lohse zufolge, kann der „kalte Alkohol-Entzug“ unter bestimmten Umständen auch einen negativen Effekt entfalten.

Lesen Sie auch: Leber einfach entgiften: Diese Kur hat einen genialen Nebeneffekt.

Maximal 20 Gramm Alkohol für Männer – und zwei Tage Pause pro Woche

Alkoholverzicht sei generell gut für die Leber, zitiert die Bild den Leber-Spezialisten. „Wenn nach drei Wochen Abstinenz wieder ‚hoch die Tassen‘ gerufen wird, ist das gefährlich. Dies kann zu einer Art Überempfindlichkeitsreaktion führen. Mögliche Folge: Akute Alkoholhepatitis“, so Lohse weiter. Nach einer Alkohol-Pause sollten Sie Ihrem Körper deshalb nicht auf einen Schlag zu viel Alkohol zumuten.

Wie das Leberzentrum Bern informiert, kann es bei chronisch erhöhtem Alkoholkonsum zu einer Fettleber und auch zu einer Fettleberentzündung kommen. Die akute Fettleberentzündung (akute Alkoholhepatitis) sei ein schweres bis lebensbedrohliches Krankheitsbild. Als Ausdruck der verminderten Leberfunktion kann es zu einer Gelbsucht (Ikterus) und einer Veränderung der Gehirnfunktion (Encephalopathie) kommen, so das Fachportal.

Die Bild schlussfolgert in dem Zusammenhang: „Lieber dauerhaft weniger und keine Radikal-Kuren – zehn Gramm Alkohol (etwa ein Glas Sekt) pro Tag für Frauen und 20 Gramm (etwa ein halber Liter Bier) für Männer sind für die Leber unbedenklich“. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung definiert als maximal tolerierbare Alkoholzufuhr zehn Gramm pro Tag für gesunde Frauen und 20 Gramm pro Tag für gesunde Männer, so das Portal Kenn dein Limit. Allerdings rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dass Männer wie Frauen mindestens an zwei Tagen pro Woche ganz auf Alkohol verzichten sollten. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Mehr Quellen: https://www.oberbergkliniken.de/artikel/alkoholverzicht-auswirkungen-vorteile-tipps; https://www.klinikum-stuttgart.de/kliniken-institute-zentren/klinik-fuer-allgemein-viszeral-thorax-und-transplantationschirurgie/

Umfrage zum Thema Alkoholkonsum

Weiterlesen: Corona-Impfung: So lange sollten Sie davor und danach auf Alkohol verzichten.

Kaum zu glauben: Diese fünf Gewohnheiten können Ihre Leber zerstören

Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits sechs Gramm Fruktose.
Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits sechs Gramm Fruktose. © pixabay
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte.
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte. © pixabay
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor.
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor. © pixabay
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis "…-Öl, zum Teil gehärtet", gekennzeichnet sein.
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis "…-Öl, zum Teil gehärtet", gekennzeichnet sein. © pixabay
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals nun den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen.
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals nun den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen. © pixabay

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska

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