Gastronomie

Restaurants müssen wegen Corona einen Monat lang schließen

Ein Kellner bringt zwei Gästen draußen Getränke. Er trägt einen Mundschutz.
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Mit Mundschutz und Abstand: Die Gastronomie befolgte die Corona-Hygienemaßnahmen.

Die Gastronomie ist eine der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen. Seit Ende Mai durften Betriebe wieder öffnen. Doch jetzt müssen Restaurants erneut schließen.

  • Seit Ende Mai konnten Restaurants und Cafés wieder Gäste empfangen – unter strengen Auflagen.
  • Service-Mitarbeiter und Gäste mussten sich an die neuen Corona-Schutzmaßnahmen gewöhnen.
  • Aufgrund der rasant ansteigenden Corona-Zahlen haben Bund und Länder ab dem 2. November allerdings erneut massive Einschränkungen beschlossen. Die Gastronomie wird davon hart getroffen.

Von Mitte März bis Ende Mai waren Gaststätten und Speiselokale geschlossen* bzw. konnten sich nur mit Lieferservice und Abholungsoption der Speisen über Wasser halten. Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus haben das Gastgewerbe in Deutschland hart getroffen. Nachdem die Betriebe für einige Monate im Sommer wieder geöffnet werden konnten, kommt es nun zu einem erneuten Teil-Lockdown.

Corona: Restaurants und Cafés müssen ab 2. November bis Ende November erneut schließen

Update vom 29.10.2020: Bund und Länder haben am Mittwoch (28.10.2020) neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für die Gastronomie gilt: Ab dem 2. November bis Monatsende müssen alle Gastronomie-Betriebe wie Restaurants, Bars und Kneipen schließen. Erlaubt ist weiterhin die Lieferung und Abholung von Speisen. Kantinen dürfen geöffnet bleiben.

Coronavirus-Karte Deutschland: Die aktuelle Lage

Gastronomie in Zeiten von Corona: Servicekräfte berichten von neuem Arbeitsalltag

Ursprungsmeldung vom 30.9.2020: Besonders im Hinblick auf den Umsatz zeigt sich die Krise laut Wirtschaftswoche. Im März 2020 stürzte der Gesamtumsatz der Branche gegenüber dem Vormonat um mehr als 44 Prozent ab. Im April brach der Umsatz noch einmal um 55 Prozent gegenüber März ein. Seitdem geht es langsam wieder aufwärts, die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen zeigen sich auch im steigenden Gesamtumsatz. Doch das Vorkrisen-Niveau sei noch lange nicht erreicht, so die Wirtschaftswoche.

Gastronomiebetrieb mit Corona-Auflagen: Wie hat sich der Arbeitsalltag als Servicekraft verändert?

Auch für die Mitarbeiter im Gastgewerbe hatte der Umsatzeinbruch schwerwiegende Folgen. Einige Betriebe mussten Insolvenz anmelden. Viele Mitarbeiter verloren ihre Jobs oder wurden in Kurzarbeit geschickt. Seit rund vier Monaten dürfen Restaurants und Cafés jetzt wieder Gäste empfangen.

Wie aus einer Pressemitteilung für das Reservierungssystem resmio hervorgeht, hat sich die Arbeit für die 430.000 Beschäftigten im deutschen Gastronomieservice nachhaltig verändert. Fünf Servicekräfte aus fünf Restaurants in verschiedenen Städten wurden befragt: „Wie haben die Mitarbeitenden an vorderster Front den Neustart erlebt? Wie hat sich ihr Alltag im Restaurant durch Corona verändert?“

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Gastronomie-Alltag in Zeiten von Corona: Neue Aufgaben, aber der Spaß bleibt auf der Strecke

Viele Betriebe konnten seit März zumindest mit Lieferservices Einnahmen verbuchen, die während des Lockdowns vielerorts spontan organisiert werden mussten. Diese wurden von Kunden auch größtenteils gut angenommen. Die meisten Servicekräfte freuen sich aber auch, inzwischen wieder Gäste vor Ort bewirten zu können. Zu den neuen Aufgaben im Corona-Alltag gehören das kontinuierliche Desinfizieren der Menü-Karten und Tische sowie die Aufnahme der Kontaktdaten.

Viele zwischenmenschliche Kleinigkeiten müssen aber auf der Strecke bleiben: „Oftmals habe ich mich mit an den Tisch gesetzt, wenn eine größere Gruppe wieder getrennt zahlen wollte und ihnen noch einen Schnaps oder Espresso angeboten.“, erzählt eine Kellnerin aus Fürth. Das ginge jetzt nicht mehr.

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Corona-Schutzmaßnahmen in Restaurants und Cafés: Wie reagieren die Gäste?

Viele Gäste hätten großes Verständnis für die aktuelle Situation und fühlten sich durch die Hygienemaßnahmen gut aufgehoben, berichtet eine Kellnerin aus Potsdam laut resmio.

Das veränderte Verhalten der Besucher sieht ein Barkeeper aus Nürnberg kritischer. Er berichtet: „Wenn der Alkohol fließt, haben wir aber auch die Erfahrung gemacht, auf Unverständnis zu stoßen, wenn wir auf die Einhaltung der bekannten Regeln hingewiesen und diese durchgesetzt haben.“ Zudem habe er bemerkt, dass der eingeschränkte Kontakt zu den Gästen teilweise als unpersönlicher Service empfunden werde. Das wirke sich auch negativ aufs Trinkgeld aus. 

Im Großen und Ganzen sind alle Befragten aus der Servicebranche aktuell aber glücklicher als zu Zeiten des Shutdowns. Das Wichtigste sei immer noch ein „Lächeln im Gesicht. Denn das sieht man auch unter der Maske.” (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Muss ich eigentlich für Leitungswasser im Restaurant bezahlen?

Video: Immer mehr falsche Kontaktdaten: Beliebter Biergarten überrascht mit neuer Regel

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