Längst nicht alle Arbeitnehmer bekommen es

Mit so viel Weihnachtsgeld können Beschäftigte in diesem Jahr noch rechnen

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf das Weihnachtsgeld 2020 aus?
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Die Höhe des Weihnachtsgelds ist auch von der Branche abhängig.

Die Sonderzahlungen zum Jahresende sind bei vielen Beschäftigten fest eingeplant. Erfahren Sie hier mehr über die Chancen auf Weihnachtsgeld – und wie viel Geld 2021 drin ist.

Längst nicht jeder kann sich über Weihnachtsgeld freuen. So hatten einer Untersuchung des gewerkschaftlichen WSI-Tarifarchivs* zufolge im vergangenen Jahr nur rund die Hälfte der Arbeitnehmer einen Anspruch. Tarifbeschäftigte erhalten in Deutschland unterdessen häufiger und mehr Weihnachtsgeld als die übrigen Arbeitnehmer, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Ohne Tarifvertrag würden die Chancen auf fest vereinbarte Sonderzahlungen entsprechend sinken.

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Wer hat Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Das Weihnachtsgeld kommt mit dem Lohn im November. Wie stehen die Chancen in diesem Jahr? 87,2 Prozent aller Tarifbeschäftigten hätten in diesem Jahr Anspruch auf eine entsprechende Sonderzahlung zum Jahresende, wie das Statistische Bundesamt am 1. November laut dpa berichtete. Die Zahlung beträgt demnach im Schnitt 2.677 Euro, was eine Steigerung um 1,9 Prozent seit dem Vorjahr darstellt. Und: Im Westen sei das durchschnittliche Weihnachtsgeld mit 2.695 Euro rund 5,5 Prozent höher als im Osten, wo 2.554 Euro gezahlt würden, heißt es außerdem in dem dpa-Bericht. Dafür hätten dort anteilig etwas mehr Tarifbeschäftigte (88 Prozent) einen Anspruch als im Westen (87 Prozent).

Höhe des Weihnachtsgelds „stark branchenabhängig“

Die Höhe des Weihnachtsgeldes ist „stark branchenabhängig“, wie es in der Mitteilung des Statistischen Bundesamts unter anderem heißt. Sie falle in den einzelnen Branchen, in die jeweils mehrere Tarifverträge einfließen könnten, sehr unterschiedlich aus. „Ein überdurchschnittliches tarifliches Weihnachtsgeld“ werde 2021 beispielsweise im Bereich „Kokerei und Mineralölverarbeitung“ gezahlt. Dort erhalten „alle Tarifbeschäftigten Weihnachtsgeld“, durchschnittlich würden hier 5.651 Euro bezahlt.

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Wo gibt es überdurchschnittlich viel Weihnachtsgeld?

Ebenfalls „über dem Durchschnitt“ liege das tarifliche Weihnachtsgeld im Bereich „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ mit 5.369 Euro sowie im Bereich „Energieversorgung“ mit 5.171 Euro. „In beiden Bereichen haben mit 98,8 % beziehungsweise 98,0 % nahezu alle Tarifbeschäftigten einen Anspruch auf Weihnachtsgeld“, heißt es weiter in der Mitteilung.

„Nahe am Durchschnitt“ liege das Weihnachtsgeld unter anderem in den Bereichen „Herstellung von Bekleidung“ (2.676 Euro) sowie „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ (2.519 Euro). „In diesen Bereichen erhalten 100 Prozent beziehungsweise 82,4 Prozent aller Tarifbeschäftigten ein Weihnachtsgeld.“

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Weihnachtsgeld 2021: Wer bekommt am wenigsten Geld?

Das niedrigste Weihnachtsgeld erhalten der Mitteilung zufolge die Tarifbeschäftigten im Bereich „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“. Hier würden „durchschnittlich 301 Euro bezahlt; 99,0 Prozent der Tarifbeschäftigten haben darauf Anspruch.“ Auch im Bereich „Gastgewerbe“ gebe es mit 861 Euro ein „unterdurchschnittliches Weihnachtsgeld. Hier haben 92,4 Prozent der Tarifbeschäftigten einen Weihnachtsgeldanspruch.“ (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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