Zu teuer?

Riester-Rente in der Kritik – Verbraucherschützer fordern Reform der privaten Altersvorsorge

Riestern ist Verbraucherschützern zufolge häufig zu teuer.
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Riestern ist Verbraucherschützern zufolge häufig zu teuer.

Viele Deutsche machen sich Gedanken über ihre finanzielle Absicherung im Alter. Riestern ist Verbraucherschützern zufolge häufig zu teuer.

Die Verbraucherzentralen fordern eine umfassende Reform der privaten Altersvorsorge* nach der Bundestagswahl. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte der dpa (Stand: 4. August): „Egal, wie die nächste Regierungskonstellation aussieht, es gibt die Chance auf einen Neustart.“ Erforderlich sei ein neues Angebot, das erstmalig aus Verbrauchersicht renditestark, kostenarm und wesentlich besser sei als derzeitige Riester-Angebote.

Müller sprach laut dpa von einem Trauerspiel: „Es werden von der Versicherungswirtschaft Produkte verkauft, die nur wegen der Riester-Förderung einigermaßen lukrativ sind, aber ansonsten viel zu unrentierlich.“ Immer mehr Kunden entschieden sich, Verträge nicht weiter zu besparen.

Private Vorsorge müsse effizient und möglichst kostenarm sein. „Jedes Zehntel Prozentpunkt Kosten ist über 30, 40 Jahre ein Renditekiller und produziert nachher nur Enttäuschung“, so der vzbv-Chef demnach. Eine Umstellung auf aktienbasierte Modelle sei vernünftig, dies zeigten Untersuchungen der Stiftung Warentest, von Forschungsinstituten und Erfahrungen im Ausland.

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Neues Angebot statt Riester? Reform der privaten Altersvorsorge gefordert

Die Verbraucherzentralen werben seit längerem für ein staatlich organisiertes Standardprodukt und haben ein Konzept für eine „Extrarente“ vorgelegt. Arbeitnehmer sollen demnach automatisch über ihren Arbeitgeber in die Vorsorge einzahlen - es sei denn, sie widersprechen. Ein öffentlicher Träger soll dann über Ausschreibungen Fondsmanager beauftragen, das Geld am Kapitalmarkt anzulegen. So soll auf Vertriebskosten und Provisionen verzichtet werden können.

Müller sagte laut dpa, es müsse einen Vertrauensschutz für laufende Riester-Verträge geben. Der Staat müsse sich an Förderzusagen über die nächsten Jahrzehnte halten. Nötig sei aber auch eine Wechselgarantie. „Jemand, der bisher mit Riester gespart hat, muss die Chance haben, in dieses Standardprodukt wechseln zu können.“

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Laufenden Riester-Vertrag weiter besparen?

„Unabhängig davon, ob Riester vereinfacht oder ein neues Produkt geschaffen werden sollte, stellt sich für jeden Bürger die Frage, wie er am sinn­vollsten fürs Alter vorsorgt“, betonten die Experten der Stiftung Warentest in einem Beitrag auf Test.de (Stand: 11. Mai) zugleich. Aufgrund des gesunkenen Niveaus der gesetzlichen Rente sei eine private Vorsorge nötiger denn je. „Und durch die staatlichen Zulagen und Steuer­vorteile ist Riester gerade für Familien sowie Gutverdiener anderen Anlageformen über­legen. Denn auch diese leiden unter der Nied­rigzins­phase.“

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Wer schon einen Riester-Vertrag habe, solle diesen auf jeden Fall „weiter besparen“, rät die Stiftung Warentest. „Das gilt insbesondere für Renten­versicherungen, die bereits vor vielen Jahren abge­schlossen wurden, denn diese bieten in der Regel sehr attraktive Konditionen. Sie haben oft noch eine garan­tierte Verzinsung, die weit über dem liegt, was andere Anlageformen derzeit bieten können.“ Wer dennoch mit einer Kündigung lieb­äugele, sollte wissen, „dass er auch vor Eintritt in die Renten­phase seinen Vertrag förderschädlich kündigen kann“, heißt es weiter auf Test.de. „Zwar sind dann Zulagen und eventuelle Steuer­vorteile zurück­zuzahlen. Die in der Zwischen­zeit erzielten Erträge gehören aber der Sparerin oder dem Sparer.“ (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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