Bisphenol S

H&M, Zara & Co.: Befindet sich hier ein Hormongift auf Kassenzetteln?

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Sie sollten künftig nach dem Anfassen von Kassenzetteln besser Hände waschen!

Kunststoffe, Weichmacher und Hormongifte: In vielen Alltagsgegenständen sollen gefährliche Giftcocktails stecken. So auch auf Kassenzetteln namhafter Modeketten?

Dass sich auf im Umlauf befindlichen Geldscheinen & Co. Keime und Bakterien tummeln können, ist zwar eine eklige Vorstellung, aber wohl nicht zu vermeiden. Doch dass auch Kassenzettel potentiell gesundheitsschädlich sein könnten, daran denkt wohl kaum einer.

Auf Kassenzetteln wurde umstrittenes Bisphenol S entdeckt

Stein des Anstoßes: Angeblich habe der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland bereits vor einiger Zeit herausgefunden, dass sich auf den Kassenbons diverser Modeketten ein Zellgift namens Bisphenol S befindet. Auf H&M-Kassenzetteln wurden 630 mg/kg gefunden, bei Zara etwa 140 mg/kg. Dennoch soll das "verseuchte" Papier nicht gegen eine gesündere Alternative ausgewechselt worden sein. Nun ploppte die Debatte in sozialen Netzwerken wieder hoch.

Tragisch: Stiftung Warentest hat enthüllt, welche Alltagsgegenstände uns krank machen.

Stellungnahme H&M und Zara zu Bisphenol S

Die Redaktion hat daraufhin bei zwei der vom Bund kritisierten Modeketten für eine Stellungnahme angefragt. Während sich Zara aktuell nicht dazu äußern wollte, teilte H&M folgendes Statement mit: "Seit Januar 2018 hat H&M BPA in seiner globalen Chemikalien-Restriktionsliste ergänzt. Alle Kassenzettel, die H&M kauft, stammen ausschließlich von geprüften H&M Zulieferern und sind BPA- und BPS-frei."

Auch interessant: Hätten Sie's gewusst? Fast jeder entsorgt Kassenzettel falsch

Studien weisen auf gefährliche Hormonveränderungen in Tieren hin

Laut einer Studie der University of California soll Bisphenol S wie auch Bisphenol A (BPA) hormonähnliche Eigenschaften besitzen. So soll in Tierversuchen nachgewiesen worden sein, dass b ereits niedrige Dosen von Bisphenol S die Geschlechtsorgane schädigen sowie zu einer Störung der embryonalen Entwicklung führen können. Außerdem soll es zu Todesfällen gekommen sein. Damit habe die Studie zeigen können, dass der Ersatzstoff sogar noch gefährlicher als BPA agiere.

Außerdem soll in einer anderen Untersuchung Bisphenol S mit Fällen von Hyperaktivität und Autismus in Verbindung gebracht worden sein, da das BPS das Wachstum von Gehirnzellen beeinträchtige.

Auch interessant: 

Video: Lauert Gift in gefälschten Markenklamotten

Lesen Sie auch: Jetzt schlägt die EU-Behörde Alarm - unsere Euronoten sollen mit diesem gefährlichen Stoff verseucht sein.

jp

Tschüss Tüte und To-go-Becher: Umweltfreundliche Verpackung

Die Frischhaltetücher Abeego der Firma Green Pioneer Limited erinnern an Butterbrotpapier. Die Hanf-Tücher sind aber wiederverwertbar. Foto: Holger Priedemuth, Flo Maak
Die Frischhaltetücher Abeego der Firma Green Pioneer Limited erinnern an Butterbrotpapier. Die Hanf-Tücher sind aber wiederverwertbar. Foto: Holger Priedemuth, Flo Maak © Holger Priedemuth, Flo Maak
Viele Geschirrhersteller setzen auf Kaffeebecher zum Mitnehmen aus Porzellan. Kahla hat zum Beispiel seine Serie Café Sommelier um den Coffee-2-Go-Becher erweitert. Auch einen Deckel gibt es. Foto: Kahla
Viele Geschirrhersteller setzen auf Kaffeebecher zum Mitnehmen aus Porzellan. Kahla hat zum Beispiel seine Serie Café Sommelier um den Coffee-2-Go-Becher erweitert. Auch einen Deckel gibt es. Foto: Kahla © Kahla
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Die wiederverwertbare Einkaufstasche Zipzipbag von The Hong Kong Exporters' Association ist komplett geöffnet auch eine Wickelunterlage und ein Sonnenschutz fürs Auto. Foto: Holger Priedemuth, Flo Maak © Holger Priedemuth, Flo Maak
Der Instant Dish Soap Dispenser von Bosign gibt auf Druck nur die wirklich benötigte Menge Spülmittel aus. Foto: Holger Priedemuth, Flo Maak
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Unverwüstlich soll das Edelstahlgewebe namens Mono-Softmesh von der Firma Mono sein. In engen Vasen reinigt es mit etwas Schütteln das sonst schwer zugängliche Innere. Foto: Holger Priedemuth, Flo Maak
Unverwüstlich soll das Edelstahlgewebe namens Mono-Softmesh von der Firma Mono sein. In engen Vasen reinigt es mit etwas Schütteln das sonst schwer zugängliche Innere. Foto: Holger Priedemuth, Flo Maak © Holger Priedemuth, Flo Maak

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