Auszahlung in zwei Raten

300 Euro Corona-Kinderbonus beim Kindergeld wird ab jetzt ausbezahlt: Wann ist bei Ihnen die erste Rate fällig?

Eltern, die Kindergeld bekommen, können ab dem 7. September mit dem Eingang des Corona-Kinderbonus auf dem Konto rechnen. Was im Oktober folgt.

  • Ab 7. September zahlen die Familienkassen einen Kinderbonus* mit dem Kindergeld aus.
  • 300 Euro werden es insgesamt pro Kind sein – allerdings aufgeteilt auf zwei Raten.
  • Wann die erste Zahlung in Höhe von 200 Euro überwiesen wird, können betroffene Eltern ganz einfach an der Endziffer der Kindergeldnummer ablesen. Im Oktober folgen weitere 100 Euro.

Corona-Kinderbonus: Geld wird seit 7. September ausbezahlt

Update vom 07.09.2020: Eltern, die Kindergeld beziehen, bekommen im September einen Corona-Kinderbonus. Ab diesem Montag* ( 7. September) 2020 soll die erste Rate von 200 Euro pro Kind ausgezahlt werden. Im Oktober folgen weitere 100 Euro – und zwar automatisch, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Eltern, die Kindergeld bekommen, können den Berichten zufolge also ab Montag mit dem Eingang des Geldes auf dem Konto rechnen.

Wann die erste Zahlung in Höhe von 200 Euro bei Ihnen überwiesen wird, können betroffene Eltern ganz einfach an der Endziffer der Kindergeldnummer ablesen. Im Oktober folgen dann die weiteren 100 Euro. Der Bonus für betroffene Eltern ist Teil des Konjunkturpakets, das den Konsum nach dem Corona-Lockdown wieder ankurbeln soll.

Zum Weiterlesen: Kinderbonus: So viel bleibt für Alleinerziehende unterm Strich wirklich übrig

Corona-Kinderbonus wurde von Bundesregierung beschlossen

Artikel vom 18.08.2020: Die Bundesregierung hat einen einmaligen Kindergeldbonus beschlossen, um Familien mit Kindergeldanspruch, in Zeiten der Coronavirus-Pandemie finanziell zu entlasten. Profitieren sollen vor allem Familien mit kleinen und mittleren Einkommen, da die einmalige Leistung in Höhe von 300 Euro nicht mit anderen Familien- oder Sozialleistungen verrechnet wird. Bei der Steuer wird die Bonuszahlung aber mit den Kinderfreibeträgen verrechnet, wodurch höhere Einkommen am Ende nichts von der Sonderzahlung haben, wie zeit.de informiert. „Ich hoffe, die Familien werden das zusätzliche Geld für etwas verwenden, das den Kindern oder der gesamten Familie Freude macht“, zitiert die Zeit Familienministerin Franziska Giffey.  

Am 7. September soll die Auszahlung des Corona-Kinderbonus starten. Ausgezahlt wird die Summe von 300 Euro in zwei Raten: Im September werden es 200 Euro sein, im Oktober werden die restlichen 100 Euro überwiesen. Insgesamt wird die Bundesregierung rund 4,3 Milliarden Euro für die einmalige Leistung für Familien in die Hand nehmen, so die derzeitige Schätzung.

Erfahren Sie zudem: Baukindergeld: So lange haben Eltern noch Anspruch - sie sollten jetzt sehr schnell sein

Zusätzlicher Corona-Kinderbonus beim Kindergeld 2020: Wann kommt die erste Rate?

Wann Sie mit der ersten Zahlung rechnen können, entnehmen Sie der Endziffer Ihrer Kindergeldnummer. Eine Null bedeutet, dass Sie bereits am 7. September 200 Euro bekommen. Nummern mit der Endziffer 1 bis 9 müssen sich noch etwas gedulden, sollen die erste Rate der Corona-Kindergeldes aber auch im Laufe des Septembers überwiesen bekommen. „Das ist für viele Familien eine willkommene Finanzspritze. Gerade in Familien, die jeden Euro umdrehen müssen, macht der Kinderbonus die Entscheidung etwas leichter, für die Kinder doch etwas zu kaufen oder gemeinsam etwas zu unternehmen“, so SPD-Politikerin und Bundesfamilienministerin Giffey. Dies würde auch die Konjunktur ankurbeln - die es in Zeiten der aktuellen Coronavirus-Pandemie bitter nötig hat.

Lesen Sie hier: Mehr Geld für Kinder - aber nicht nur viele Eltern dürfen sich im September freuen

Kritik kommt vonseiten des Kinderschutzbunds am Corona-Kinderbonus: Die Summe sei zu niedrig, um etwa die digitale Ausstattung armer Kinder und Jugendlicher zu verbessern, zitiert zeit.de Präsident Heinz Hilgers. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

Zum Weiterlesen: Kinderbonus von 300 Euro beschlossen: Wann und wie wird das Geld an Eltern ausbezahlt?

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt übermitteln. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück. © dpa / Hans-Jürgen Wiedl
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig. © dpa /Jens Wolf
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten – schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person. © pixabay / Takmeomeo
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Kinder kosten viel Geld – doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld. Sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage "Kind" von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben. © iStockphoto
Bereits als Student macht es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euros sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen.
Bereits als Student ergibt es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euro sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen. © pixabay / janeb13
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Softwares sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden in den Programmen Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können.
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Programme sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können. © pixabay / Simon
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen.
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen. © iStockphoto

Auch interessant: Kindergeld soll 2021 steigen: So viel Geld sollen Eltern für ihre Kinder bekommen.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa

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