"Finanztest": Berufsunfähigkeitspolicen meist gut

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Risikoreicher Beruf: Bauarbeiter haben es mitunter schwer, eine gute und bezahlbare Berufsunfähigkeitspolice zu finden. Foto: Tobias Hase

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als eine sinnvolle Police für fast alle Arbeitnehmer. Die Angebote der Versicherungswirtschaft sind oft gut, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Aber es gibt trotzdem einiges zu beachten.

Berlin (dpa/tmn) - In einem Test der Zeitschrift "Finanztest" schneiden die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen gut ab. Mehr als die Hälfte der 70 geprüften Angebote bekommen sogar ein "Sehr gut". Nur: Nicht jeder bekommt den Schutz durch eine entsprechende Versicherungspolice überhaupt.

Für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, für Ältere und für solche in Berufen, die als risikoreich gelten, ist es schwierig, mit nur wenigen Versuchen an einen bezahlbaren Vertrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu kommen. Das berichtet die "Finanztest" (Ausgabe 8/2015). Manchmal lohnt es sich dann aber, hartnäckig zu bleiben.

Ratsam ist, schon früh einen Vertrag abzuschließen: So ist die Chance höher, eine bezahlbare und gute Versicherung zu erhalten. Außerdem wählt man am besten eine jährliche und keine monatliche Zahlweise - sonst kostet der Beitrag 2,5 Prozent mehr. In vielen Fällen ist es möglich, später den Beitrag zu erhöhen, wenn man mehr verdient: Eine Nachversicherung gibt es bei vielen Policen ohne erneute Gesundheitsprüfung. Je risikoreicher der Beruf, desto mehr müssen Verbraucher für die Versicherung zahlen. So wird das Risiko bei Diplomkaufleuten, berufsunfähig zu werden, niedriger eingeschätzt als etwa bei Maurern.

Die Gesundheit spielt beim Versicherungsschutz eine große Rolle: So sind etwa psychische Probleme eine Ursache dafür, keinen Schutz zu bekommen. Denn sie sind ein Hauptgrund dafür, dass Menschen ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die Experten der "Finanztest" raten, mit dem Versicherer zu vereinbaren, jeden Arzt einzeln von der Schweigepflicht zu entbinden, nicht alle pauschal. Die Kommunikation läuft dann besser nicht direkt zwischen Arzt und Versicherer - sondern der Arzt schickt seine Antworten zunächst an den Versicherten. So kann dieser sichergehen, dass der Arzt keine Krankheiten angibt, die länger zurückliegen, als die im Antrag gefragte Zeit.

Verschweigen sollte man Krankheiten aber auf keinen Fall: Dann können Kunden später ihren Schutz verlieren. Deshalb gilt es, die Fragen zur Gesundheit wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten.

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