Drei Strategien gegen die Angst vor Anschlägen

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Viele fühlen sich durch den Terror persönlich bedroht. Sie können ihre Angst in den Griff bekommen. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa/tmn) - Die Angst vor Terror wächst in Deutschland. Das zeigt das jüngste Politbarometer. Doch wie sollen Betroffene mit ihrer Furcht umgehen? Die Psychologin Andrea Abele-Brehm kennt gute Methoden, sie loszuwerden.

Die jüngsten Terroranschläge haben bei vielen Furcht hervorgerufen. Um die Angst zu bewältigen, gebe es unterschiedliche Strategien, erklärt Prof. Andrea Abele-Brehm, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Tipp 1: Es sei gut, seine Aufmerksamkeit auf etwas Positives zu lenken, sagt sie. Studien hätten gezeigt, dass sich dieses gezielte Lenken der Aufmerksamkeit auf etwas Gutes stark auf das emotionale Wohlbefinden auswirkt.

Tipp 2: Eine weitere Strategie zum Umgang mit der Angst ist es, aktiv zu werden und der Furcht dadurch etwas Konstruktives abgewinnen. So könne man sich überlegen, wie man im Kleinen dazu beitragen kann, dass die Welt friedlicher wird - und etwa bei Kundgebungen für mehr Toleranz mitmachen oder sich ehrenamtlich bei Gruppierungen zu engagieren, die das friedliche Zusammenleben von Menschen zum Ziel haben.

Tipp 3:Nicht zuletzt lässt sich die Angst auch relativieren: So könne man sich vor Augen führen, dass die Wahrscheinlichkeit, in einen Autounfall verwickelt zu werden, deutlich höher ist, als Opfer einer terroristischen Attacke zu werden.

Nach den Anschlägen von Paris befürchten 70 Prozent der 1287 Befragten, dass auch in Deutschland in nächster Zeit islamistischer Terror verübt wird - 26 Prozent rechnen nicht damit. Das geht aus dem ZDF-Politbarometer (16. Januar) hervor. Diese Angst sei im Vergleich zum September 2014 gestiegen. Vor vier Monaten meinten 60 Prozent, dass in Deutschland islamistischer Terror droht - 37 Prozent gingen davon nicht aus.

Dabei haben die weitaus meisten Bürger aber keine Angst, selbst zum Opfer zu werden, wie eine Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus" ergab. Demnach sagten 81 Prozent der 1000 Befragten, die Gefahr sei für sie unverändert geblieben, für 14 Prozent ist sie gestiegen.

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