Was ist eine Königswelle?

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Einige Retromodelle wie die Kawasaki W650 bekamen zuletzt noch eine Königswelle eingebaut. Im modernen Autobau sind sie inzwischen kaum noch von Bedeutung. Foto: Kawasaki

Essen (dpa/tmn) - Ihr Name adelt sie, doch im Motorenbau gilt die sogenannte Königswelle längst nicht mehr als Königsweg. Wie Zahnriemen oder Steuerkette treibt sie bei Verbrennungsmotoren die Nockenwelle an, dient also der Ventilsteuerung.

Die Königswelle steht senkrecht auf einer Achse, die parallel zur Kurbelwelle liegt. Der königliche Name hat mit ihrem Äußeren zu tun, denn an den beiden Enden der Welle befinden sich Kronenräder, also schräg verzahnte Zahnräder, erläutert der TÜV Nord.

Verbaut wurden Königswellen erstmals vor rund 100 Jahren. Zwischen den 20er und den 60er Jahren waren sie vorwiegend in Oberklasse- und Sportwagen vertreten. Doch Königswellen sind zwar drehzahlfest und wartungsfrei, aber aufwendig in Konstruktion und Herstellung. Daher haben sie an Bedeutung verloren. Zuletzt kamen sie noch bei Motorrädern zum Einsatz, etwa bei Ducati oder bei Kawasaki in den Retro-Modellen W650 oder W800, wo die nostalgisch anmutende Königswelle aus optischen Gründen eingesetzt wird.

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