Vorsicht Lebensgefahr

Leichtsinn an Bahnübergängen nimmt zu

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Immer mehr Autofahrer und Fußgänger unterschätzen die Gefahr am Bahnübergang. Nicht nur die Schranke, sondern auch ein rotes Blinklicht bedeutet „Halt“.

Auto und Fußgänger bringen sich an Bahnübergängen immer häufiger in lebensgefährliche Situationen. Obwohl immer mehr Bahnübergänge verschwunden sind, nimmt die Zahl der Unfälle zu.

Bahn-Mitarbeiter beobachten immer häufiger leichtsinniges Verhalten an den bundesweit noch 19.200 Bahnübergängen. Obwohl jeder dritte Bahnübergang in den vergangenen 20 Jahren verschwunden ist, stagniert die Zahl der Unfälle an den restlichen Übergängen seit Jahren bei mehr als 200 im Jahr. Davon ist jeder vierte Unfall tödlich.

Mit einer Kampagne für Schüler und Fahrschüler haben Bahn, Polizei und ADAC am Dienstag in Meerbusch bei Düsseldorf auf die besonderen Regeln und Gefahren an den Übergängen hingewiesen.

Nach Angaben der Bahn gehen 95 Prozent der Unfälle auf falsches Verhalten von Autofahrern und Fußgängern zurück. Nur in fünf Prozent der Fälle liege der Fehler bei den Bahn-Mitarbeitern. So habe eine Umfrage ergeben, dass fast jeder Vierte rotes Blinklicht an den Übergängen fälschlich mit Gelblicht an der Ampel gleichsetze.

Rotes Blinklicht bedeutet „Halt“

„Tagtäglich“ beobachte sie brenzlige Situationen, berichtete Fahrdienstleiterin Gabriele Reckin-Samolak (49). „Die Leute klettern mit Fahrrädern und Kinderwagen unter der Schranke durch.“ Eltern kreuzten illegal die Schienen und ließen ihre Kinder dabei hinter sich herlaufen. Sie sei in solchen Situationen machtlos: „Der Zug hat einen Kilometer Bremsweg.“

Den Schülern präsentierten Polizei und Bahn am Dienstag einen Klumpen Schrott - ein Auto, aus dem Helfer eine 86-Jährige ziehen konnten, nur Sekunden bevor ein Zug frontal mit dem liegengebliebenen Wagen kollidierte. Eine Lok wiege bis zu 90 Tonnen - eine Schrottpresse habe einen Druck von lediglich 60 Tonnen.

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dpa

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