Autokauf

Umweltprämie fürs E-Auto: So kommen Sie schnell zum Geld – bis zu 9.000 Euro Zuschuss

Umweltprämie fürs E-Auto
+
Tankstopp auch fürs Bankkonto: Ist der Fördertopf nicht vorher schon leer, können Autofahrer noch bis Ende 2025 die E-Auto-Umweltprämie beantragen.

Bis zu 9.000 Euro Zuschuss erhalten Autofahrer, wenn sie sich für den Kauf eines neuen E-Autos entscheiden. Erfahren Sie hier, wie Sie das Geld beantragen.

Die Klimaziele des Bundes machen es möglich: Um bis 2030 möglichst 10 Millionen E-Autos* auf den Straßen zu haben, ist der 2016 eingeführte Umweltbonus noch einmal um eine Innovationsprämie erhöht worden.

Ist der Fördertopf nicht vorher schon leer, können Autofahrer so noch bis Ende 2025 den Zuschuss beantragen. Und das funktioniert so:

Umweltprämie fürs E-Auto: Bis zu 9.000 Euro Zuschuss

Modell aussuchen: Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat auf seiner Internetseite eine Liste förderfähiger Fahrzeuge hinterlegt. Aktuell umfasst sie gut 500 E-Fahrzeuge: Wer sich daher für ein Fahrzeug interessiert, dessen Netto-Listenpreis sich an der Grenze von 40.000 Euro bewegt, sollte im Zweifelsfall noch einmal direkt beim BAFA nachfragen, so der ADAC.

Bei bis zu 40.000 Euro für das Basismodell gibt es insgesamt 9.000 Euro. Liegt der Grundpreis zwischen 40.000 und 65.000 Euro, gibt es noch 7500 Euro dazu, darüber hinaus wird nicht gefördert.

Lesen Sie zudem: Der neue Elektro-Bus von Mercedes - erste Niederlage für Tesla

Auto kaufen: Hier ist darauf zu achten, dass auf der Rechnung des Händlers der Herstelleranteil an der Förderung ausgewiesen ist. Dies ist für die Gewährung der Förderung wichtig. „Leider sind die Förderrichtlinien in diesem Punkt nicht eindeutig genug, denn es ist unklar, ob der Herstelleranteil wirklich als solcher bezeichnet werden muss, oder ob es reicht, wenn ein Nachlass ohne nähere Bezeichnung auf der Rechnung auftaucht“, sagt Markus Schäpe, Leiter der Juristischen Zentrale des ADAC. Die eigentliche Fördersumme teilen sich Hersteller und Bund.

Beträgt der Netto-Listenpreis eines Fahrzeugs beispielsweise 39.000 Euro, fördert der Bund den Kauf mit 6.000 Euro, die später direkt an den Halter ausbezahlt werden. „Der Anteil des Herstellers am Umweltbonus beträgt dann 3000 Euro, die auf der Rechnung erst einmal als Mindestnachlass abgezogen werden“, erklärt Marcus Weller vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

„Darüber hinaus kann der Händler noch einen eigenen Nachlass von beispielsweise 1.000 Euro gewähren, welcher auf der Rechnung auszuweisen ist.“ Der Netto-Kaufpreis für den Kunden betrage dann 35.000 Euro. Verfüge das Auto über eine Sonderausstattung, werde die erst danach zum Kaufpreis addiert.

Lesen Sie zudem: IAA Mobility startet nächste Woche in München: „Klimaneutralität im Mittelpunkt“

Umweltbonus: So stellen Sie selbst den Antrag

Antrag online ausfüllen: Der eigentliche Antrag muss online gestellt werden. Dies kann der Käufer und spätere Halter selbst machen oder es dem Autohändler als „Dienstleister“ überlassen. Überlässt der Käufer die Antragstellung dem Händler, sollte er sich vergewissern, dass alle Angaben korrekt sind und der Antrag nicht zu früh abgeschickt wurde. „Wenn etwa der Antrag vor der Zulassung gestellt wird oder der Käufer gar nicht der Halter ist, wird das vermutlich einen Ablehnungsbescheid zur Folge haben“, warnt Schäpe.

Lesen Sie außerdem: Elektroauto: Mit diesem Trick vergrößern Sie die Reichweite Ihres E-Wagens.

Der ADAC empfehle daher, den Antrag selbst zu stellen. Der Umweltbonus wird immer nur an denjenigen, auf den das Fahrzeug zugelassen wird, ausgezahlt. Angefügt werden muss dem Antrag eine Kopie der Fahrzeugrechnung, auf der die einzelnen Posten wie Herstelleranteil und Sonderausstattungen klar aufgelistet sein müssen. „Alle Positionen auf dieser Rechnung müssen zudem exklusive der Mehrwertsteuer ausgewiesen sein“, erklärt Weller.

Die Post ist da: „Seit der Bund die Fördersumme erhöht hat, hat auch die Zahl der Anträge erheblich zugenommen. Wartezeiten von drei Monaten und mehr sind daher nicht ungewöhnlich“, sagt Weller. Der eigentliche Zuwendungsbescheid kommt mit der Post als Brief. Parallel dazu wird die Summe auch auf das Konto des Fahrzeughalters überwiesen. „In dem Zuwendungsbescheid wird auch noch einmal darauf hingewiesen, dass der Wagen mindestens sechs Monate auf den Halter zugelassen sein muss, ansonsten muss der Zuschuss zurückerstattet werden“, sagt Weller. Beim Leasing sei die Förderung noch einmal gestaffelt und hänge von der Leasingdauer ab. (dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Umweltprämie: Spezialfall gebrauchtes E-Auto

Auch für Gebrauchte kann eine Förderung beantragt werden, hier allerdings gelten noch einmal andere Voraussetzungen. Ein gebrauchtes E-Auto muss erstmalig nach dem 4. November 2019 in der EU zugelassen worden sein sowie nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 eine Zweitzulassung in Deutschland erhalten. „Dabei darf es nicht länger als zwölf Monate erstzugelassen gewesen sein, damit der Umweltbonus beantragt werden kann“, sagt Marcus Weller vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Entscheidend sei hierbei die tatsächliche Dauer der Zulassung, nicht das Baujahr.

„Selbst wenn das Fahrzeug älter als 12 Monate ist, aber bisher nur für sechs Monate zugelassen wurde, ist es förderfähig.“ Daneben müsse der Verkaufspreis mindestens 20 Prozent unter dem Netto-Listenpreis liegen. Auch darf der junge Gebrauchte nur eine maximale Laufleistung von 15.000 km und noch keine Förderung erhalten haben. Aber: „Die Förderung für einen Gebrauchtwagen kann nur dann beantragt werden, wenn es sich nicht um einen privaten Gebrauchtwagenkauf handelt“, erklärt ADAC-Jurist Schäpe.

Auch interessant: Elektroauto im Praxistest: Wie weit kommt der VW ID.4 tatsächlich.

Die Allrad-Zukunft ist elektrisch

GMC Hummer
Kraxelt wie die Krabbe: Ab Ende 2021 soll der elektrische GMC Hummer in einem speziellen Modus ähnlich einer Krabbe auch diagonal fahren können. Foto: GMC/dpa-tmn © GMC
Offroad-Rennserie Extreme E
Jetzt wird's schmutzig: Für Geländewagen soll es mit der Extreme E eine eigene Offroad-Rennserie nach dem Vorbild der Formel E geben. Foto: Cupra/dpa-tmn © Cupra
Jeep Compass und Renegade
Geländestärke aus der Steckdose: Jeep bietet Compass und Renegade (rechts) auch mit Plug-in-Hybrid und elektrischem 4x4 an. Foto: Ph.Alberto Giorgio Alquati/Jeep/dpa-tmn © Ph.Alberto Giorgio Alquati
Die Allrad-Zukunft ist elektrisch
Dreckskerl mit sauberer Weste: In Zukunft dürften auch die richtig robusten Geländewagen elektrisch fahren. Foto: Daimler AG/dpa-tmn © Daimler AG
Audi E-Tron S
Elektrisches Ringen um den besten Vortrieb: Beim Audi E-Tron S gesellen sich zum E-Motor an der Vorderachse zwei weitere Motoren an der Hinterachse. Foto: Sagmeister Photography/Audi AG/dpa-tmn © Sagmeister Photography
Studie EQC 4x4²
Wilder Wüterich: Mit der Studie EQC 4x4² will Mercedes beweisen, dass elektrische Geländewagen keinesfalls handzahm sein müssen. Foto: Daimler AG/dpa-tmn © Daimler AG

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Polizei zieht Rostlaube aus dem Verkehr – Fahrer überrascht mit nagelneuer TÜV-Plakette

Polizei zieht Rostlaube aus dem Verkehr – Fahrer überrascht mit nagelneuer TÜV-Plakette

Polizei zieht Rostlaube aus dem Verkehr – Fahrer überrascht mit nagelneuer TÜV-Plakette
Video: Milliardär schießt im Bugatti über A2 – mit 417 km/h

Video: Milliardär schießt im Bugatti über A2 – mit 417 km/h

Video: Milliardär schießt im Bugatti über A2 – mit 417 km/h
Autoscheibe von innen gefroren: Mit diesem einfachen Trick haben Sie sofort wieder freie Sicht

Autoscheibe von innen gefroren: Mit diesem einfachen Trick haben Sie sofort wieder freie Sicht

Autoscheibe von innen gefroren: Mit diesem einfachen Trick haben Sie sofort wieder freie Sicht
Führerscheinklasse 3: Das müssen Sie beim Umtausch beachten

Führerscheinklasse 3: Das müssen Sie beim Umtausch beachten

Führerscheinklasse 3: Das müssen Sie beim Umtausch beachten

Kommentare