Triumph - Ein Fall für Trittbrettfahrer

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Wenn ich mal groß bin . . . dann will ich auch auf so einer schönen Triumph Thunderbird SE fahren...

Das vielbeachtete Debüt der Triumph Thunderbird ist noch gar nicht lange her, da schieben die Engländer schon ein Sondermodell nach, die Touring-SE.

Was im Automobilbau als Zeichen für die verzweifelte Suche nach Kunden eines wenig attraktiven Modells gelten darf, ist in diesem Fall wohl eher eine sinnvolle Reaktion auf Kundenwünsche, denn der Touring-Cruiser kommt in Reise-Vollausstattung daher.

Von Haus aus hat die in der exklusiv dieser Sonderserie vorbehaltenen Farbe „Carnival Red“ lackierte Thunderbird SE eine abnehmbare Windschutzscheibe mit zusätzlichen Windabweisern, dazu Lederpacktaschen, eine abnehmbare Sissybar mit Gepäckbrücke sowie Trittbretter für Fahrer und Beifahrer. So ausgestattet macht die Triumph bereits optisch mächtig Eindruck und enttäuscht auch im Fahrbetrieb nicht.

Der 1,6-Liter-Motor – obendrein weltgrößter Reihenzweizylinder, wie der Hersteller gerne betont – wird dank 86 PS (63 kW) Leistung mit den knapp sieben Zentnern Motorradgewicht plus Fahrer spielend fertig, die Touringausstattung mahnt jedoch zu gemütlicher und entspannter Fahrweise. Die mächtige Scheibe hält den Wind angenehm ab, ebenso schützt sie den Fahrer vor den übelsten Folgen bei Regengüssen, trocken bleibt man jedoch nicht. Ab etwa 130 km/h gibt es hinter dem Schutzschild aber immer lauter werdende Turbulenzen, die einen recht nachdrücklich zu behutsamerer Fahrweise übergehen lassen, obwohl theoretisch sogar stattliche 185 km/h als Höchstgeschwindigkeit angegeben sind.

Vor allem optisch machen die Packtaschen was her, allzu praktisch beziehungsweise geräumig sind sie nicht, bei starkem Regen wird‘s innen obendrein feucht. Voll cool, stilecht und obendrein sehr angenehm bei längeren Fahrten sind die Trittbretter, die bei der Thunderbird für das authentische Cruisergefühl sorgen.

Auf den Verbrauch haben die üppig dimensionierten Zusatzanbauten nur wenig Auswirkung: 6,2 Liter Super notierten wir im Schnitt auf 100 Kilometer, die unverkleidete Version hatten wir mit 5,8 Liter pro 100 Kilometer bewegt. Für das limitierte Sondermodell Thunderbird Tour SE verlangt Triumph 15 940 Euro, das mit ABS ausgestattete Basismodell kostet 14 340 Euro. Nicht nur, weil die Summe der Einzelteile rund 2500 Euro beträgt, sondern auch weil das Motorrad nun ein richtig schöner Touren-Cruiser wurde, ist die Trittbrettfahrerei eine sehr attraktive Alternative.

Volker Pfau

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