Unwetter, Orkan und Sturm

Sturmschäden: Was zahlt die Kfz-Versicherung

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2007 tobte Orkan "Kyrill" über Deutschland. Herumfliegende Dachziegel haben damals die Windschutzscheibe eines Autos zerstört.  

Dellen im Blech oder kaputte Windschutzscheiben - Orkanböen oder Starkregen können auch an Autos Spuren hinterlassen. Doch wer zahlt für die Schäden? Für was kommt die Kfz-Versicherung auf?

Sturmschäden durch herumfliegende Äste oder herabfallende Dachziegel zahlt in der Regel eine Kfz-Teilkaskoversicherung. Normalerweise droht bei der Teilkasko keine Rückstufung. Grund: Sturmschäden werden über die Teilkaskoversicherung abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung ersetzt.

Wann zahlt die Kfz-Versicherung?

Allerdings muss zum Zeitpunkt des Sturmschadens, laut den Versicherungsgesellschaften, mindestens Windstärke 8 geherrscht haben. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 61 Stundenkilometern.

Wie in jedem Fall rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), den Schaden anhand von Fotos zu dokumentieren und zwecks zügiger Begutachtung schnell dem Versicherer zu melden. Ob eine Frist zur Schadensmeldung vereinbart wurde, kann der Kunde in seinem Vertrag nachlesen.

Wichtig: Lagen ein großer Ast oder Baum schon vorher oder länger auf der Straße, greift die Teilkasko aber nicht. In so einem Fall zahlt bei einem Blechschaden nur die Vollkaskoversicherung. Bei der Kostenübernahme droht allerdings eine Hochstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Wer zahlt, wenn ein morscher Baum umfällt?

Ist ein nachweislich morscher Baum umgestürzt und hat ein Auto beschädigt, muss der Baumbesitzer oder seine Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen. Meist ist die Beweislage aber, laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, sehr schwierig. Ist ein gesunder Baum umgefallen, gilt dies demnach als "höhere Gewalt", und der Eigentümer haftet nicht für den Schaden.

Starker Wind! Wichtige Tipps für Autofahrer

  • Mit angepasster Geschwindigkeit fahren: Nur so hat man das Fahrzeug unter Kontrolle. Wird man von einer Böe erfasst, kontrolliert gegenlenken.
  • Auf Brücken und in Waldschneisen auf Windsäcke oder Hinweisschilder achten. Hier ist die Gefahr besonders groß, von Windböen erfasst zu werden. Aufschluss über die jeweilige Windstärke geben auch Bäume und Sträucher.
  • Bei sehr starkem Wind möglichst nicht mehr in Waldgebiete einfahren: Bäume können umstürzen oder die Fahrbahn bereits blockiert sein.
  • Besondere Vorsicht gilt beim Überholen von Lkw oder Bussen. Während man zunächst im Windschatten des überholten Fahrzeugs fährt, wird man nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst.
  • Dachlasten wie Fahrräder oder Skiboxen erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Seitenwindempfindlichkeit erheblich. Besonders anfällig für Seitenwind sind Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.

Am 30. November Kfz-Versicherung wechseln

Wenn es kracht, wird es schnell teuer. Die richtige Kfz-Versicherung ist bei einem Autounfall Gold wert. Doch lohnt sich ein Wechsel? Hier finden Sie alles zu Kfz-Versicherungen.

mm/tz

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