Stiftung Warentest

Wechsel der Autoversicherung lohnt sich

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Kunden sollten Tarife vergleichen.

Berlin - Viele Autofahrer zahlen immer noch zu viel für ihr Kfz-Versicherung. Stiftung Warentest hat jetzt 157 Angebote von 74 Versicherern untersucht. Wer jetzt Geld sparen will, sollte handeln.

Knapp 43 Millionen Autos sind in Deutschland zugelassen. Jedes Jahr werden 1,45 Millionen neue private Verträge über Haftpflicht- oder Kaskoversicherungen abgeschlossen. Nicht immer wählen die Autofahrer das günstigste Angebot.

Viele Autofahrer bezahlen nach Einschätzung der Stiftung Warentest zu viel Geld für ihre Autoversicherung. „Ein Wechsel kann sich richtig lohnen“, stellt die Stiftung in ihrem neuesten Finanztestheft am Dienstag fest. Dazu müssten die Autobesitzer nur ihre Kosten mit anderen Angeboten vergleichen. Bis zum 30. November könnten sie dann die Versicherung wechseln.

Für einen 50-jährigen Audi-Fahrer, der eine umfangreiche Versicherung wünscht, ermittelten die Tester Jahrespreise zwischen 764 und 1501 Euro - ein Unterschied von 737 Euro. Noch größer sind die Preisspannen für besonders junge Fahrer, die grundsätzlich viel bezahlen müssen. Bei 19-Jährigen kann der Unterschied 2500 Euro im Jahr ausmachen.

Stiftung Warentest hat jetzt 157 Angebote von 74 Versicherern untersucht. 

In der Untersuchung verglichen die Tester 157 Angebote von 74 Versicherern. Dabei ging es um Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherungen in verschiedenen Schadenfreiheitsklassen. Eine Leserumfrage ergab ähnliche Resultate: Im Durchschnitt sparten die Fahrer durch einen Wechsel 122 Euro im Jahr, in Einzelfällen bis zu 1200 Euro.

Besonders günstig sind laut Stiftung Warentest Versicherungen, die hauptsächlich über das Internet und telefonisch erreichbar sind. Das bietet sich besonders bei Haftpflichtversicherung an. Bei Kasko-Versicherungen sollten die Kunden allerdings die angebotenen Leistungen sorgfältig vergleichen. Manche Billig-Anbieter bezahlen nicht hundert Prozent der Schäden, wenn der Fahrer grob fahrlässig war.

Sparen lässt sich auch ohne einen Wechsel. Viele Warentest-Leser riefen ihre Versicherung an, berichteten von einem günstigeren Angebot und handelten so eine Beitragssenkung heraus.

Eine am Montag vorgestellte Untersuchung der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht hatte ebenfalls Beitragsunterschiede von weit über tausend Euro ergeben. Am teuersten waren die Autoversicherungen demnach in Berlin: die hohe Verkehrsdichte und die Unfallgefahr sowie die vielen Diebstähle treiben die Preise. Aber auch in allen anderen Gegenden Deutschlands stiegen die Preise für Kfz-Versicherungen: im Vergleich zu 2011 um durchschnittlich 6,9 Prozent.

Bis zum 30. November 2012 können die meisten Autofahrer bei ihrem Versicherer kündigen und zu einem Anbieter mit günstigeren Konditionen und besseren Leistungen wechseln.

dpa

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