So fährt sich der Crossover

Subaru XV: Landpartie auf Japanisch

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Gut unterwegs: Redakteur Oliver Menner fühlte sich in dem allradbetriebenen Japaner beim Landausflug gut aufgehoben.

Jetzt hat die Crossover-Welle auch auf die Puristen übergegriffen. Aber was der japanische Allrad-Spezialist Subaru da mit seinem neuen XV hingestellt hat, kann sich sehen lassen. Oder hören...

Das markante, massige Hinterteil

...Drrr-wiee, Drrr-wiee … Der Boxer ist in seiner Dieselausgabe leider nicht wirklich leise. Dafür bringt die Zweilitermaschine (turboaufgeladen) mit 147 PS (350 Nm Drehmoment) das japanische Stilgemisch so sportlich in Bewegung, wie es die Optik von außen andeutet. Mensch, der geht ab! In 9,3 Sekunden beschleunigt der Subaru von null auf 100: Der XV fährt auf der Geraden wie eine kraftvolle Limousine, in den Kurven wie ein Kombi und bergauf heißt die 4x4-Devise munter: je steiler, desto besser. Und abseits der Piste kommt Subaru die jahrzehntelange Allrad-Erfahrung natürlich einfach zupass.

Subaru XV 2.0 D

Leistung: 147 PS
max. Drehmoment: 350 Nm Beschleunigung
0 – 100 km/h: 9,3 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h
Abmessungen: 4,45 m x 1,78 m x 1,57m
Leergewicht: 1435 kg
Preis: ab 26.700 Euro

Crossover also gelungen. Von außen zumindest: Da zeigt sich der XV trotz hohem Radstand flacher als viele SUV-Konkurrenten, ist kurz und kompakt und von hinten markig-massig. Innen kommt der XV Subaru-üblich, aber leider eher arg schlicht daher. Interieurs können Konkurrenzmarken nach wie vor besser: Warum nur diese arg plastiline Verkeidung rundherum? Für eine Auto über der 30.000-Euro-Marke sollte die Anmutung doch weniger spartanisch sein, finden wir. Das Platzangebot ist ausreichend, wenn auch nicht üppig, der Kofferraum fasst durchschnittliche 450 Liter (mit umgeklappter Rückbank 1270 Liter). In puncto Beinfreiheit vorn und hinten kann man aber nicht meckern. Zudem ist der Japaner recht ordentlich ausgestattet: Neben den gängigen Sicherheitssystemen wie ABS und ESP gibt es eine elektronische Fahrdynamikregelung, Kopf- und Knieairbags und einen elektrisch verstellbarer Fahrersitz, ein höhen- und längsverstellbares Lenkrad sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen, Regensensor und Rückfahrkamera. Dazu Popoheizung, höhenverstellbarer Fahrersitz – recht komfortabel.

Schlicht, aber funktional: Das XV-Cockpit wartet mit viel Plastik auf.

Sehr schlicht, aber übersichtlich funktional: das Cockpit inklusive Sound-System, Bluetooth und brauchbarem Navi (mit Touchscreen und Rückkamera in unserer Testausstattung „Exclusive“). Neu und spielerisch nett: der dynamische Spritsparanzeiger auf der Hauptkonsole zum Wenig-Verbrauch-Fahrenlernen (der sich bei uns mit knapp unter sechs Litern kombiniert in guten Grenzen hielt). Allerdings nervt das hell in die Windschutzscheibe reflektierende Display bei Nachtfahrten schon gewaltig. Und – knickknack – das Schalt­element könnte irgendwie von Playmobil zugeliefert sein. Das Getriebe versieht aber sonst seinen Dienst souverän sanft, einwandfrei und bestens abgestimmt auf Maschine und Fahrwerk.

Fazit

Auf jeden Fall ein wichtiger Schritt weg vom Jäger-und-Förster-Image. Der XV ist ein sportlicher SUV mit ordentlicher Ausstattung und exzellenten (Allrad-)Fahreigenschaften zu solidem Preis. Aber leider ohne Schick und Charme im Inneren. Ob er sich beim urbanen Publikum, das es ja gern ein bisserl mehr sexy hat, wirklich gegen Tiguans, Qashqais und den X1 aus München durchsetzen kann? Wir haben unsere Zweifel.

O. Menner

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