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Wechsel auf Winterreifen: Kommen die besseren Räder nach vorne oder hinten?

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Von: Simon Mones

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Beim Reifenwechsel stellt sich immer wieder die Frage: Wohin mit den Reifen mit mehr Profil? Vorne oder hinten? Die Antwort weiß der TÜV.

Es gibt Dinge, die sind so sicher wie das Amen in der Kirche. Für Autofahrer gehört dazu auch der Reifenwechsel, der zweimal im Jahr ansteht – außer natürlich, man fährt Ganzjahresreifen. Doch auch wenn man diesen selbst durchführt, anstatt in die Werkstatt zu fahren, steht eine Frage im Raum: wohin mit den besseren Reifen?

Eine berechtigte Frage! Immerhin ist der Verschleiß der Pneus an der Antriebsachse durch die erhöhte Belastung deutlich höher. Entsprechend verlieren sie schneller an Profil und müssen häufiger ausgetauscht werden. Die Folge: Autofahrer sind mit unterschiedlichen Profiltiefen unterwegs. Schon bei einer Abweichung von mehr als zwei Millimetern kann sich das negativ aufs Fahrverhalten auswirken.

Reifenwechsel an einem Auto.
Beim Reifenwechsel sollten die Pneus mit dem meisten Profil immer hinten montiert werden. © Westend61/Imago

Reifenwechsel: Wohin gehören die besseren Reifen?

Oftmals werden die Reifen daher zwischen den Achsen getauscht, um den Unterschied möglichst gering zu halten. Womit wir wieder bei der Frage wäre, an welche Achse die Pneus mit dem besseren Profil gehören. Vorne oder doch hinten? Eine Antwort darauf liefern Untersuchungen und der TÜV Nord.

Die besseren Reifen gehören demnach immer auf die Hinterachse, und zwar unabhängig von der Antriebsart. Diese ist nämlich ausschlaggebend für die Richtungsstabilität des Fahrzeugs. Wie die Auto-Zeitung berichtet, sorgen blockierende Räder an der Hinterachse dafür, dass das Auto nicht mehr kontrolliert werden kann. In der Folge bricht das Heck aus und das Auto gerät ins Schleudern. Je besser das Profil ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät.

Reifenwechsel: Pneus regelmäßig seitengleich tauschen

Allerdings sollten auch die Vorderreifen immer genügend Profiltiefe haben, denn diese sind für die Lenkpräzision, Anfahrverhalten und Bremsen bei nasser Fahrbahn, Eis und Schnee extrem wichtig. Auch bei der Spurtreue bei Aquaplaning spielen sie eine wichtige Rolle.

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Um eine zu starke unterschiedliche Abnutzung zu vermeiden, sollte man die Pneus alle 10.000 bis 15.000 Kilometer vorne und hinten seitengleich getauscht werden. Wichtig ist, dass dies nicht diagonal geschieht und die Laufrichtung beachtet wird. Dadurch soll auch die sogenannte „Sägezahnbildung“ verhindert werden. Diese kann den Abrollkomfort einschränken. Übrigens sollten die Reifen auch regelmäßig ausgewuchtet werden.

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