Im März neun Prozent mehr

Autoverkäufe in Deutschland legen kräftig zu

Berlin - Ein Frühlingsbeginn nach Maß für die Autobauer - die Verkäufe im Inland ziehen deutlich an. Auch private Kunden sind wieder mehr an neuen Autos interessiert.

Der Automarkt in Deutschland gewinnt an Fahrt. Vor allem dank eines kräftigen Schubs im März steht für das erste Quartal ein Absatzplus von sechs Prozent zu Buche. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 757 700 Pkw neu zugelassen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Besonders gut lief es für die deutschen Markenhersteller und ihre Töchter, die ihren Absatz hierzulande um acht Prozent auf 546 900 Wagen steigerten. Das Geschäft mit den zuvor zögerlichen Privatkunden lief zuletzt wieder besser.

Von Januar bis März legten vor allem die Volkswagen-Kernmarke VW und die BMW-Tochter Mini kräftig zu. Bei VW stiegen die Neuzulassungen um fast 14 Prozent auf rund 169 100 Autos, die BMW-Tochter Mini kam auf ein Plus von fast 19 Prozent, die Daimler-Tochter Smart schlug anderthalb Mal so viele Autos los wie im Vorjahreszeitraum. Bei Porsche gingen die Verkäufe um 36 Prozent nach oben. Audi, BMW, Mercedes und Opel kamen auf Zuwächse im einstelligen Prozentbereich.

Allein im März legten die Pkw-Neuzulassungen um neun Prozent auf 323 100 Wagen zu. Dabei profitierte die Branche auch davon, dass diesmal ein Werktag mehr für Verkaufsabschlüsse zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor. Der Großteil des Absatzplus' ging auf das Konto von Gewerbekunden, aber auch die Verkäufe an Privatkunden zogen um fünf Prozent an. Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamts (KBA) entfielen im März 35,8 Prozent der Zulassungen auf private Käufer. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil noch bei 37,3 Prozent gelegen.

Im Januar waren die Neuzulassungen von Privatkunden noch um neun Prozent eingebrochen und deren Anteil auf 31 Prozent gesunken. VDA-Präsident Matthias Wissmann nannte den jüngsten Aufwärtstrend bei den Verkäufen an Privatleute daher am Donnerstag „erfreulich“.

Dennoch steckt der Anteil privater Neuwagenkäufer weiter im Keller. Schon im Gesamtjahr 2014 war er auf rund 36 Prozent zurückgegangen. Dies war laut dem Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg der niedrigste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung. Dudenhöffer zufolge hatte der Anteil der Privatkunden Anfang der 1990er Jahre im Bereich von fast zwei Dritteln gelegen. Inzwischen ist das Geschäft mit den Fuhrparks der Unternehmen die große Stütze des Automarkts.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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