Beliebt trotz Macken

Der Peugeot 206 ist ein Kleinwagen mit Marotten

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Kleiner erfolgreicher Franzose mit nicht ganz weißer Weste: Peugeot 206 als Fünftürer. Foto: Peugeot/dpa-tmn

Er ist klein, kompakt und als Gebrauchtwagen immer noch beliebt. Der Peugeot 206 war trotz übler Pannenstatistik zeitweise der meist importierte Kleinwagen in Deutschland. Gebauchtkäufer sollten jedoch unbedingt zweimal hinschauen.

Berlin (dpa/tmn) - Der Peugeot 206 ist ein Kleinwagen im Format des VW Polo und erfolgreich: Knapp 8 Million Einheiten wurden bis Ende 2012 gefertigt. Und in Lizenz wird er für den iranischen Mark immer noch gebaut. Gebrauchte Exemplare sind auf dem deutschen Markt ab 500 Euro zu bekommen.

Doch von einem Schnäppchen kann dennoch die Rede oft nicht sein. Denn die Marotten des kleinen Franzosen sind sehr ausgeprägt. Interessenten sollten genau hinsehen.

Modellhistorie: Der 206 kam 1998 als Nachfolger des 205 auf den Markt, Modellpflege 2003 unter anderem mit neuer Optik für Front- und Rückleuchten. 2009 rückte der 206+ nach, der parallel zum neuen 207 weiter lief.

Abmessungen: 3,82 m bis 4,19 m x 1,65 m bis 1,67 m x 1,37 m bis 1,46 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 245 l bis 1136 l (je nach Karosserieform).

Karosserievarianten: Drei- und fünftüriges Schrägheck, Stufenheck, Kombi und Coupé-Cabriolet (CC).

Stärken: Ein Bestseller: Peugeot vermeldete zum Baureihenende, der 206 sei über vier Jahre das meistverkaufte Importauto in Deutschland gewesen, die CC-Variante mit 370 000 Einheiten gar das meistgebaute Coupé-Cabriolet der Welt. Bei der Hauptuntersuchung (HU) weisen laut "Auto Bild Tüv Report 2019" bei sieben bis neun Jahre alten Exemplaren Bremsschläuche und Handbremsen geringe Mängel auf. Schäden an den Dämpfern bewegen sich auf durchschnittlichen Niveau.

Schwächen: Ob bei Lenkung, Lenkgetrieben, Radaufhängungen, Fußbremse oder Ölverlust - der Tüv-Report registriert schon bei den jüngsten Exemplaren unter dem Strich Mängelquoten, die um das Dreifache über dem Durchschnitt liegen. Die anfällige Elektronik wird kritisiert.

Pannenverhalten: Laut ADAC-Pannenstatistik schneiden die jüngsten Jahre gut ab. Schwerpunkte: Defekte an Auspuffrohren und -töpfen bei den Baujahren 2009 bis 2011, die zudem mit oft entladenen Batterien zu kämpfen haben. Weiterer Probleme: Kurbelwellensensoren (2009 und 2010). Frühere Exemplare sind weniger pannensicher.

Motoren: Benziner (Vierzylinder mit Frontantrieb): 44 kW/60 PS bis 130 kW/177 PS, Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 50 kW/68 PS bis 80 kW/109 PS.

Marktpreise (laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - 206 1.1 Petit Filou 60, Dreitürer (2005), 44 kW/60 PS (Vierzylinder), 174 000 Kilometer, 1500 Euro - 206+ 1.1, Dreitürer (2011), 44 kW/60 PS (Vierzylinder), 109 000 Kilometer, 2875 Euro - 206+ FAP 70 1.4 HDI, Dreitürer (2011), 50 kW/68 PS (Vierzylinder), 131 000 Kilometer, 3225 Euro

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