Nicht leuchtende Airbag-Lampe ist Warnsignal

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Ist hier alles im grünen Bereich? Darüber geben die Kontroll-Lämpchen Auskunft. Foto: Peter Endig

Berlin (dpa/tmn) - Airbags können Leben retten - wenn sie denn auslösen. Kontroll-Lämpchen im Armaturenbrett zeigen an, ob das Luftkissen einsatzbereit ist. Leuchtet die Lampe nicht auf, ist das kein gutes Zeichen. Halter steuern dann am besten gleich eine Werkstatt an.

Der Airbag kann schwere Verletzungen verhindern oder sogar Leben retten - sofern er funktioniert. Ob er das tut, erkennt man an einem Lämpchen im Auto, das beim Starten aufleuchtet. "Die Lampe läuft eine Prüfroutine durch", erläutert Stefan Ehl von der Sachverständigenorganisation KÜS. "Funktioniert der Airbag, geht sie nach der Routine aus." Daher sei es nicht nur ein Warnsignal, wenn die Lampe dauerhaft leuchtet, sondern auch dann, wenn sie komplett dunkel bleibt. Autobesitzer sollten zur Überprüfung des Fehlers in beiden Fällen umgehend eine Werkstatt aufsuchen.

Nur dort kann der Fehler ausgelesen und gegebenenfalls behoben werden. "Manchmal liegt der Fehler gar nicht beim Airbag selbst, sondern ist in der Peripherie zu finden", erläutert der KÜS-Techniker. Gerade beim Beifahrer-Airbag sei oft ein Kabelbruch die Ursache, der dadurch zustande komme, dass der Sitz oft vor- und zurückgeschoben werde. Dennoch sollte man eine dauerhaft leuchtende Warnlampe keinesfalls abklemmen, da ein defekter Airbag dann nicht mehr nachzuvollziehen sei. Die Folgen können gravierend sein. "Ist der Airbag defekt, könnte er bei einem Unfall gar nicht auslösen, oder irgendwann unkontrolliert auslösen", so Ehl.

Laut einer Schätzung der "VDI nachrichten" sind in Deutschland jedes Jahr rund 100 000 Autos mit defekten Airbags unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die Wochenzeitung des Vereins Deutscher Ingenieure basierend auf Zahlen der KÜS. Demnach waren bei den 2,69 Millionen im vergangenen Jahr von der Sachverständigenorganisation durchgeführten Hauptuntersuchungen 15 420 Fahrzeuge mit Mängeln am Airbag-System aufgefallen. Anlass für die Untersuchung der "VDI nachrichten" war ein Rückruf des Herstellers Audi, der weltweit 850 000 A4 wegen falsch eingestellter Airbags in die Werkstatt beordert hatte. Durch den Fehler drohte, dass die Airbags sich im ungünstigsten Fall nicht entfalten.

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