Peugeot 308

Mit Löwenmut auf Raubzug

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Autor Heinz Wilhelm bescheinigt dem Peugeot 308 jede Menge Löwenmut und Angriffslust.

O, là, là – der neue Peugeot 308 macht eine gute Figur! Mit frischem Design für Karosserie und Interieur sowie neuem Fahrwerk und um 140 Kilo abgespeckt.

Das französische Kompaktklassen-Modell feiert auf der Internationalen Automobil Ausstellung IAA in Frankfurt (Publikumstage 14. bis 22. September) seine Weltpremiere.

Die Neuauflage des Peugeot 308 ist dank Leichtbauweise dynamischer, sportlicher und sparsamer als seine Vorgänger und muss auch den Vergleich mit Mitbewerbern wie Opel Astra, Citroen C4 oder VW Golf nicht mehr scheuen.

Neues Gesicht: Die Nase auf der Kühlerhaube ist weg, der Grill ist geschrumpft.

Am 21. September kommt die fünfsitzige Limousine mit fünf Motorvarianten ab 16.450 Euro auf den deutschen Markt. „Beim 308 wurde so viel geändert wie noch nie“, sagt Markenchef Maxime Picat. In der Tat: Auf der Heckklappe des Peugeot 308 prangt zwar noch der alte Modellname, doch ansonsten ist so ziemlich alles anders bei dem neuen Löwenbaby. Höhenmäßig um fünf Zentimeter geschrumpft und mit neuem Outfit wirkt die Schräghecklimousine insgesamt flotter.

Dynamischer, sparsamer und leichter als je zuvor

Mittels Touchscreen lässt sich's gut durch Multimedia und Co. navigieren. Nur das Navi versagt zu oft

Die Fronthaube ist jetzt ohne Hakennase und neben dem chromgefassten geschrumpften Kühlermaul prangen nun kleinere LED-Scheinwerfer. Auch das Heck wirkt kräftiger und ähnelt dem des Audi A3. Dahinter verbirgt sich ein um 50 Liter auf 470 Liter (1309 Liter bei umgeklappten Rücksitzen) gewachsener Kofferraum – rekordverdächtig in diesem Segment. Im Innenraum fällt sofort das neue Armaturenbrett mit seinen wenigen Schaltern und Knöpfen um das tief liegende kleine Sportlenkrad auf. Peugeot nennt es „i-Cockpit“.

In der zweiten Ausstattungslinie „Active“ prangt über der Mittelkonsole ein fast zehn Zoll großes Multifunktionsdisplay. Auf dem Touchscreen lassen sich u.a. Klimatisierung, Soundsystem und Navigation steuern.

Der neue Peugeot 308

Der neue Peugeot 308

Kritikpunkt: Bei unseren Testfahrten erwies sich das Navi-System mehrfach als zu langsam, führte uns auf falsche Fährten und verwechselte Serpentinen mit Kreuzungen. Aufgrund des neuen Fahrwerks macht der Franzose jetzt auch auf bergigen Straßen Riesenspaß. Selbst bei extremen und schnellen Kurvenfahrten liegt er sehr gut und straff abgestimmt auf der Straße, die Lenkung ist leicht und präzise, Unebenheiten federt er lässig weg.

Schönes Cockpit

Zum Start gibt es den 308 mit drei Benzin- und zwei Dieselmotoren zwischen 82 und 156 PS. Flott, dynamisch und bis 140 km/h durchaus spurtstark waren wir mit dem 115 PS starken Diesel (Preis ab 20.750 Euro) unterwegs. Der große Selbstzünder benötigt mit durchschnittlich 3,7 Litern nur wenig mehr als der 92-PS-Diesel. Der ist ab 19.550 Euro zu haben und entpuppte sich nebenbei bei unseren Fahrten als flottes Kletterwunder. Wesentlich mehr schluckte da der 1,6-l-Benziner mit 156 PS (Preis ab 24.300 Euro): Er kam im Schnitt auf 5,8 Liter. Basismodell ist jedoch der 1,2-Liter- Dreizylinder-Benziner mit 82 PS, der ab 16.450 Euro zu haben ist. Anfang nächsten Jahres sollen drei Motoren mit Euro-6-Norm folgen: ein Benziner mit 200 PS, ein Diesel mit 150 PS sowie ein Dreizylinder, der nur 3,2 Liter verbrauchen soll. Zudem ist für das Frühjahr ein neuer 308-Kombi geplant.

HEINZ WILHELM

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