Unfallgeschädigter darf Vertragswerkstatt wählen

München - Nach einem Verkehrsunfall darf der Geschädigte für die Reparatur seines Autos nicht pauschal an günstigere freie Werkstätten verwiesen werden.

Vielmehr müssen der Verursacher oder seine Versicherung in einem solchen Fall konkrete, gleichwertige Werkstätten in der Nähe nennen. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts München ist jetzt rechtskräftig, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte.

Geklagt hatte eine Münchnerin, die nach einem Auffahrunfall mehr als 1200 Euro für ein Gutachten und die Reparatur verlangte. Die Versicherung erstattete jedoch nur 176 Euro mit der Begründung, die Sätze seien zu hoch und die Frau hätte nicht zu einer Vertragswerkstatt gehen müssen.

Verrückte Parkunfälle

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Das Gericht entschied: Zwar darf ein Unfallgeschädigter, dessen Auto älter als drei Jahre ist, grundsätzlich an eine günstigere Werkstatt verwiesen werden. Der Betroffene darf dann aber auch darlegen, warum dies nicht zumutbar sei. Im konkreten Fall habe die Klägerin zu Recht die Vertragswerkstatt konsultiert. Die Versicherung muss daher rund 400 Euro Reparaturkosten zahlen. Die Kosten für ein Schadensgutachten müssen bei Bagatellschäden hingegen nicht erstattet werden. Hier genügt ein Kostenvoranschlag.

dpa

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