Mercedes GLA

Elegante Bergziege

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Klein, aber oho! Optisch ist der GLA gelungen und zeigt dazu bissiges Fahrverhalten.

So viel SUVs (G-, GL-, ML- und GLK-Klasse) und so eine lange Tradition in diesem Segment (G-Klasse seit 34 Jahren im Handel) hat kein anderer Hersteller.

Und jetzt erweitert Mercedes-Benz seine Angebots­palette sogar noch nach unten. Seit ein paar Tagen ist der GLA, der Baby-SUV der Stuttgarter, bestellbar. Wir durften exklusiv schon mal Probe sitzen und in den Alpen zumindest als Beifahrer erleben, wie geländegängig der GLA ist. Unsere ersten Eindrücke:

Optik

Der vom Aussehen her wohl dezenteste SUV seiner Klasse weist eine gewisse robuste Eleganz auf, die sowohl auf dem städtischen Boulevard als auch auf dem ländlichen Forstweg zu Hause ist. Die Innenausstattung ist A-Klassen-typisch mit den großen Runddüsen, aber auch edel mit Wurzelholz-Applikationen.

Platzangebot

Autor Rudolf Bögel durfte im GLA schon Platz nehmen.

Sitzt man in der A-Klasse eher wie in einem kleinen Rennauto, so hat man im GLA weitaus mehr Platz als Fahrer und auch als Beifahrer. Erstens steigt man schon angenehmer ein, weil der Passagier um 80 Millimeter höher sitzt, und zweitens hat man natürlich auch den besseren Überblick. Auf den hinteren Plätzen ist das Raumangebot ausreichend, wenn auch nicht üppig, aber es handelt sich ja schließlich um ein Auto der Kompaktklasse. Der Kofferraum hat 421 Liter Volumen und damit knapp ein Fünftel mehr als die A-Klasse.

Antrieb + Geländegängigkeit

Dezent und robust: der Mercedes GLA.

Das Offroad-Fahrwerk ist im Vergleich zur Basisversion noch mal um 40 Millimeter höher und sorgt natürlich für entsprechende Bodenfreiheit im Gelände. Serienmäßig verfügt der GLA über einen Vorderradantrieb, schon fast ein Muss jedoch ist der neue Vierradantrieb, die neue 4matic, die zusammen mit AMG entwickelt wurde. Die variable Momentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse sorgt für eine Spitzentraktion und auf Schnee und Eis für ein Sicherheitsgefühl, als ob man auf Asphalt wäre. In Zusammenhang mit dem Offroad-Fahrprogramm (mit herrlichen Grafikspielereien auf dem Bildschirm wie z.B. der Fahrzeugneigung) ist es fast so, als ob man in einem echten Offroader säße. Wenn die G-Klasse ein Steinbock ist, dann ist der GLA zumindest eine kleine wendige Bergziege.

Motorisierungen und Preise

Zunächst gibt es nur vier Motorisierungen. Den GLA 200, trotz dieser Typenbezeichnung mit nur 1,6 Liter Hubraum und 159 PS, dann den 200 CDI (136 PS, 32.130 Euro), den 22 CDI (170 PS, etwa 39.000 Euro) und den GLA 250 mit 211 PS (37 497 Euro). Kein Geheimnis mehr ist, dass auch AMG mit dem 4-Zylinder-360-PS-Aggregat antreten wird, das ja bereits in der A-Klasse und beim CLA werkelt.

Fazit

Der GLA hat das Zeug, die Erfolgsgeschichte der Kompakten von Mercedes weiterzuschreiben. Optisch ein Leckerbissen, kernig im Fahrverhalten. Ein Typ, wie ihn auch die Frauen mögen.

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