Cabrio & Coupé 

Mercedes E-Klasse: Ab in den Urlaub!

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Umfangreich erneuert: Das Vier-Augen-Gesicht ist beispielsweise verschwunden, LED-Scheinwerfer sind in der neuen E-Klasse (hier mit Autor Peter Schiebel) serienmäßig.

Für ihre neue E-Klasse haben die Verantwortlichen von Mercedes bei der Vorstellung vor einigen Wochen viel Lob bekommen. Nun haben die Macher „vom Daimler“ nachgelegt und das Cabrio und das Coupé präsentiert.

Für ihre neue E-Klasse haben die Verantwortlichen von Mercedes bei der Vorstellung vor einigen Wochen viel Lob bekommen. Nun haben die Macher „vom Daimler“ nachgelegt und das Cabrio und das Coupé präsentiert. Die basieren zwar auf der Plattform der C-Klasse, vergrößern von der Typenbezeichnung her aber trotzdem die E-Klasse. Wir sind beide Modelle bereits gefahren.

Cabrio: Schnittiger als die Vorgänger, sportlicher als gedacht.

Von der Optik her fällt wie bei Limousine und T-Modell (Kombi) vor allem die Frontpartie auf. Das Vier-Augen-Gesicht ist Geschichte, nun finden sich alle Funktionen der serienmäßigen LED-Scheinwerfer unter einem einzigen Glas. Dazu kommen wuchtige Stoßfänger mit großen Lufteinlässen. Die Proportionen der 4,70 Meter langen Karosserie sind klassisch: lange Motorhaube, flaches Dach, kraftvolle Heckpartie.

Coupé zum relaxten Gleiten

Im Inneren ruft das neue Cockpit-Design sofort Aufmerksamkeit hervor. Die Zifferblätter der Kombi-Instrumente sind weiß hinterlegt und unterstreichen das edle Ambiente. Zum gediegenen Erscheinungsbild passt wunderbar die Analoguhr in der Mittelkonsole, die aus der aktuellen S-Klasse stammt. Entspannt reisen fängt bei Mercedes halt bekanntlich schon im Innenraum an.

Und es geht bei den Fahrleistungen konsequent weiter. Das E-Klasse-Coupé, mehr sogar noch das Cabriolet, lassen relativ schnell Urlaubsstimmung aufkommen. Unter anderem deswegen haben sich die Mercedes-Verantwortlichen auch die Nordseeinsel Sylt für die ersten Testfahrten ausgesucht. „Sylt steht für Genuss, Lebensfreude und Luxus“, sagt Mercedes-Entwicklungsvorstand Professor Dr. Thomas Weber. „Und da passen unsere Autos perfekt dazu.“

Neues Coupé und Cabrio der Mercedes E-Klasse

Neues Coupé und Cabrio der Mercedes E-Klasse

Sechs Benziner (184 bis 408 PS) und drei Dieselmotoren (170 bis 252 PS) stehen zur Auswahl, alle mit serienmäßiger Start-Stopp-Automatik. Wir fuhren zunächst den auf 211 PS beförderten kleinen Zwei-Liter-Motor im E 250. Und schon da haben die Mercedes-Ingenieure gute Arbeit geleistet. Der Wagen liegt verblüffend satt auf der Straße, entwickelt sein maximales Drehmoment von 350 Nm bereits zwischen 1200 und 4000 Umdrehungen. Prolliges Aufheulen für viel Leistung? Nicht in der E-Klasse! Stattdessen entspanntes Dahingleiten mit dem Wissen, man könnte auch mehr, wenn man wollte. (Gute sieben Sekunden für die Beschleunigung von null auf hundert sprechen für sich.) Chill mal und mach dich locker …

Elegant: Die Kombi-Instrumente sind weiß unterlegt

Auch und gerade im viersitzigen Cabrio, wo zahlreiche – leider nur gegen Aufpreis erhältliche – Features den Wohlfühlfaktor weiter vorantreiben. Die „Aircap“ genannte Schürze an der Windschutzscheibe beispielsweise fährt bei Tempo 40 automatisch aus (und bei Tempo 15 ebenso automatisch wieder ein) und verhindert so Verwirbelungen. Die Frisur sitzt also. Ob auf Sylt oder am Starnberger See. Oder das „Airscarf“, das angenehm warme Luft aus den Kopfstützen pustet. Vier von fünf E-Klasse-Cabrio-Kunden würden sich dafür entscheiden. Offen fahren bis zum Gefrierpunkt sei so möglich, sagt Vorstand Weber.

Ebenso zur Auswahl stehen eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die den Ruf von Mercedes als Vorreiter in Sachen Sicherheit belegen. Das alles macht die E-Klassen-Sportler natürlich nicht ganz billig. Die Einstiegspreise liegen bei 42 661,50 Euro für das Coupé und bei glatten 47 600 Euro für das Cabrio. Wenn wir nun anfangen, so richtig loszukonfigurieren, sind 50 000 Euro gar keine und selbst 60 000 Euro eine leicht zu nehmende Hürde.

Unser Fazit nach den ersten 500 Kilometern: Mercedes legt mit Coupé und Cabrio der E-Klasse zwei Modelle hin, die deutlich schnittiger sind als ihre Vorgänger, die sich sportlicher fahren als gedacht und die für ihr Genre erstaunlich viel Platz bieten. Ab in den Urlaub, möchte man da sagen.

Peter Schiebel

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