Mercedes T-Modell: Von Last und Luxus

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Der schwäbische Musterknabe beeindruckt auf Anhieb mit üppigem Platzangebot und erfreulicher Alltagstauglichkeit.

Kombis absolvieren heute mühelos den Spagat zwischen Last und Luxus. Einer der geräumigsten Vertreter dieser Art und zugleich einer ihrer Vorreiter ist das T-Modell der E-Klasse von Mercedes-Benz.

Seit November 2009 ist das aktuelle Modell auf dem Markt und fügt sich stilistisch wie pragmatisch in die Erfolgsriege aus Stuttgart ein.

Mercedes-Benz E 250 CDI T-Modell

Leistung: 150 kW/204 PS

Drehmoment: 500 Nm

Spitze: 233 km/h

0-100 km/h: 7,8 Sekunden

Verbrauch: 5,8 l/100 km

CO2: 153 g/km

Preis: ab 48.135 Euro

Der schwäbische Musterknabe beeindruckt auf Anhieb mit üppigem Platzangebot und erfreulicher Alltagstauglichkeit. 695 Liter passen hinter die serienmäßig elektrisch betätigte Heckklappe. Vom Kofferraum aus lassen sich die asymmetrisch geteilten Lehnen der Rücksitze per Seilzug umklappen, eine ebene Fläche entsteht, die mit 1 950 Liter einiges wegstecken kann. Weder Kopfstützen noch Sitzflächen müssen dazu bewegt werden. Weitere nützliche Details sind eine flexible Laderaumabdeckung, die beim Öffnen der Hecktür automatisch nach oben fährt, und faltbare Segmente im Ladeboden, mit denen sich das Gepäckabteil sinnvoll unterteilen lässt.

Dass auch die Passagiere von den Vorzügen der immerhin 4,89 Meter langen Karosserie profitieren, ist vor allem auf den vorderen Sitzen spürbar. Vorbildlich sind nach wie vor Komfort und Ergonomie am Fahrerplatz. Bequeme, gut konturierte Sitze mit großen Verstellradien ermöglichen entspannte Langstreckenfahrten, die Rundumsicht ist vorbildlich, Geräuschdämmung, Verarbeitung und Materialien erfüllen Premium-Ansprüche.

Fast zwei Tonnen Eigengewicht und seine respektablen Außenmaße merkt man dem Schwaben nicht an.

Hinten sitzt man bei großzügiger Kopffreiheit entspannt. Innenraumdesign muss heute weit mehr leisten. als schiere Wohnlichkeit zu bieten. Es geht um möglichst ergonomische Lösungen für die aufwendige Technik an Bord. Ein ganzer Strauß von Assistenzsystemen, Bordcomputer, Klima- und Audioanlage sowie Navigation sind gut integriert. Wichtige Einstellungen lassen sich über Lenkradtasten steuern, ein Controller auf der Mittelkonsole erlaubt den tieferen Einstieg in die übersichtlich aufgebauten Menüs.

Immerhin sind mit der jüngsten Generation zwölf neue Assistenzsysteme an den Start gegangen. Serienmäßig ist beispielsweise die Müdigkeitserkennung, auf Fahrunsicherheiten geeicht und zur Kaffeepause bittend. Auch die Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse zählt zur nicht eben billigen Grundausstattung.

Gegen Aufpreis gibt es überdies Annehmlichkeiten wie Abstandstempomat mit automatischer Vollbremsung oder die drohende Kollisionen erkennende Presafe-Bremse. Neun Airbags, darunter einer für das Fahrerknie, schützen vor Crash-Folgen.

Die asymmetrisch geteilten Lehnen der Rücksitze lassen sich per Seilzug umklappen: 1.950 Liter zum Vollpacken.

Die fast zwei Tonnen Eigengewicht und seine respektablen Außenmaße merkt man dem Schwaben nicht an. Weder auf Distanz, weil das Karosseriedesign die imposante Erscheinung in eine attraktive und durchaus sportliche Hülle fasst, bei der LED-Rückleuchten markante Akzente setzen. Noch hinter dem Steuer, weil sich der besternte Raumgleiter so wendig und agil über Landstraßen bewegt, wie er kommod bei hohem Tempo über die Autobahnen rollt. Eine direkte Lenkung, das nach eigener Vorliebe abstimmbare adaptive Fahrwerk, kräftige Bremsen und der hohe Komfort vermitteln die Leichtigkeit des Seins. Natürlich ist das T-Modell kein Stadtauto, das mühelos Parklücken erobert, aber es wirkt auf urbanem Geläuf auch nicht deplatziert. 

 Der 2,2-Liter-Commonrail-Diesel zeigt keine Schwächen. Kultiviert und äußerst kraftvoll geht er sowohl im unteren Drehzahlbereich als auch bei hohen Touren zu Werke, auch dank des gut harmonierenden Sechsgang-Schaltgetriebes. Nur lag der Durchschnittsverbrauch mit über acht Litern deutlich über den Werksangaben.

Der kraftvolle Durchzug, hohe Stütz- (84 Kilogramm) und Anhängelast (1 900 Kilogramm) sowie der Heckantrieb erlauben einen vielseitigen Einsatz als Zugpferd, ob nun das Hobby oder die Ferienwohnung am Haken hängt. Es muss eben nicht immer ein SUV sein, um Familie und Freizeit unter einen großzügigen Hut zu beklommen ...

CARSTEN MÜLLER

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