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Elektroauto: Das sind die günstigsten Ladekarten in Europa

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Immer mehr Netzbetreiber erhöhen ihre Strompreise – das bekommen E-Autofahrer natürlich zu spüren. Wir stellen deshalb die günstigsten Ladekarten vor.

Energie wird immer teurer und die einstigen Schnäppchenpreise an der Ladesäule gehören schon lange der Vergangenheit an. Auch die Möglichkeiten, gratis Strom zu zapfen – etwa auf Supermarktparkplätzen – schwinden zusehends. Immer mehr Unternehmen erhöhen die Kosten für eine Kilowattstunde grünen Strom, was sich an der Ladesäule in der City oder an der Autobahn mitunter überaus schmerzhaft bemerkbar macht. Wäre der flüssige Kraftstoff aktuell nicht noch teurer, lägen viele Stromtarife längst auf oder über dem Niveau von Fahrzeugen mit Benzin- oder gar Dieselmotoren. Viele Fahrer eines Elektroautos nutzen die Ladekarten des Autoherstellers, denn hier gibt es oftmals leicht vergünstigte Tarife. Doch eine zweite Ladekarte oder eine entsprechende App sollte man immer im Gepäck haben, wenn die erste Wahl einmal nicht funktioniert. Und die erste Wahl des Autoherstellers ist nicht immer die günstigste.

Ein Ladekabel steckt in einem E-Auto
Strom für E-Autos wird immer teurer – die richtige Ladekarte kann beim Sparen helfen. (Symbolbild) © Chromorange/Imago

Elektroauto: Das sind die günstigsten Ladekarten in Europa

Eine der Ladekarten, die in Deutschland am meisten verbreitet ist, stammt vom größten Automobilclub, dem ADAC. Er kooperiert mit Netzbetreiber EnBW und hat somit Zugriff auf eine besonders große Ladeinfrastruktur, was sich nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland auszahlen kann. Schnellladen kostet hier 0,48 Euro / kWh; für die Standardladung ist der Preis mit 0,38 Euro / kWh allemal günstig. Damit liegen die Preise durchaus nennenswert unter denen des eigentlichen Netzbetreibers EnBW (Energie Baden-Württemberg), die für die gleichen Lademengen 0,55 beziehungsweise 0,45 Euro / kWh haben wollen. Das ist in etwa der Preis für eine Kilowattstunde am Tesla-Supercharger mit 0,58 Euro. 

Elektroauto laden: Mehrere große Hersteller haben sich im Ionity-Verbund zusammengeschlossen

Mehrere große Autohersteller haben sich im Ionity-Verbund zusammengeschlossen. Hierzu gehören nicht nur die Marken des Volkswagen- wie des Hyundai-Konzerns, sondern auch Ford, Mercedes oder BMW / Mini. Wer nur gelegentlich lädt, zahlt im Ionity Direct Tarif 0,79 Euro / kWh. Deutlich günstiger ist es nur mit dem Ionity Passport-Tarif, der 0,35 Euro / kWh kostet, jedoch an eine monatliche Grundgebühr von 17,99 Euro (Mindestvertragslaufzeit zwölf Monate) gekoppelt ist. Ohne die monatliche Grundgebühr ist Ionity einer der teuersten Anbieter auf dem deutschen / europäischen Markt. Ein wenig Geld dazuverdienen können sich E-Autofahrer übrigens mit der sogenannten THG-Quote.

Elektroauto laden: Chargemap bündelt europaweit verschiedenste Anbieter

Betreiber Chargemap bündelt europaweit verschiedenste Anbieter von rund 230.000 Ladestationen und entsprechenden Tarifen. Die Preise selbst richten sich nach dem entsprechenden Betreiber. Chargemap ist daher eher als entsprechend übersichtliche Ladekarte mit App-Nutzung und universeller Bezahlfunktion zu sehen. Die Karte selbst kostet einmalig 19,90 Euro – eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an. Vorteil: es gibt eine monatliche Gesamtrechnung und maximalen Überblick.

Fastned ist einer der besonders schnell wachsenden Anbieter von Ladeinfrastruktur. Auch die Preise des niederländischen Anbieters haben sich in den vergangenen Monaten spürbar erhöht. Nennenswerte Unterschiede gibt es dabei in den einzelnen europäischen Staaten. So kostet der Standard-Tarif in Deutschland, Schweiz und Belgien für eine Kilowattstunde beispielsweise 0,74 / 0,75 Euro. In Frankreich oder den Niederlanden lädt es sich für den Fastned-Nutzer mit 0,59 sowie 0,68 Euro / kWh Strom deutlich billiger. Spürbar günstiger wird es auch hier nur mit einem Rahmenvertrag, den sich Fastned bezahlen lässt. Für 11,99 Euro Grundgebühr pro Monat reduzieren sich die Stromtarife auf Preise zwischen 0,45 und 0,50 Euro / kWh. 

Elektroauto laden: Auch an immer mehr Tankstellen gibt es Ladesäulen

An immer mehr Tankstellen gibt es auch Ladesäulen für Elektroautos und Plug-in-Hybride. So bietet Shell mit seinem Recharge-Modell beispielsweise eine eigene Ladekarte an, mit der sich europaweit bezahlen lässt. Ähnlich wie bei Chargemap sind die Preise jedoch nicht einheitlich, sondern richten sich nach dem entsprechenden Anbieter. An den eigenen Schnellladesäulen kostet eine Kilowattstunde 0,59 Euro, während die Preise für die Standardladung lokal variieren. Innerhalb des internationalen Roaming-Netzwerks kostet die kWh 0,46 Euro zzgl. 0,02 Euro pro Minute. Richtig teuer wird es jedoch, wenn man mit der Shell-Karte beispielsweise an einem Ionity-Charger nachlädt. Dann kostet die Kilowattstunde 0,81 Euro. Die Shell-Recharge-Karte ist daher eher Abrechnungs- denn ein Sparmodell, denn für alle Ladevorgänge wird zudem noch eine Transaktionsgebühr von 0,35 Euro – maximal 7,- Euro pro Monat – berechnet. 

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Elektroauto laden: Testladestationen von Rewe mit relativ günstigen Preisen

Ganz ähnlich sieht das Angebot bei Wettbewerber Aral und seinem Modell Aral Pulse aus. Hier fallen 0,69 Euro / kWh an. Bezahlt werden kann per Smartphone-App oder Kreditkarte. Günstiger ist es aktuell nur an wenigen Testladestationen von Rewe, wo 0,45 / 0,55 Euro / kWh berechnet werden.

Deutlich günstiger sieht es beim regionalen Anbieter Maingau Energie aus. Hier gibt es keine Grundgebühr oder eine Mindestlaufzeit, denn es wird allein unterschieden, ob man normaler Nutzer oder daheim Kunde von Maingau-Energie ist. Dass reduzieren sich die 0,49 beziehungsweise 0,59 Euro pro Kilowattstunde AC- / DC-Laden um jeweils 0,10 Euro. Teuer ist es mit 0,75 Euro / kWh im Ionity-Netz und zudem ist bei alle Ladevorgängen ein Zeitzuschlag zu zahlen – bei AC-Laden ab 240 Minuten und bei DC-Schnellladung ab 60 Minuten zzgl. 0,10 Euro pro Minute. So kann das längere Ladeparken richtig ins Geld gehen. (Patrick Solberg/press-inform)

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