Kühlmittelstreit

Umweltministerium für CO2 statt R1234yf 

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Ohne Kühlmittel funktioniert keine Klimaanlage.

Im Streit um Kühlmittel in Auto-Klimaanlagen unterstützt das Bundesumweltministerium Pläne deutscher Autobauer für eine Klimatisierung mit Kohlendioxid (CO2).

"CO2 zu nutzen, ist der richtige Weg. Es ist ungefährlich und hat ein sehr niedriges Treibhauspotenzial", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagsausgabe). Die deutschen Hersteller favorisieren CO2 als Alternative zur umstrittenen Chemikalie R1234yf, die derzeit in Klimaanlagen zum Einsatz kommen kann. Daimler hatte bei Tests aber festgestellt, dass sich R1234yf bei Unfällen entzünden kann.

Auf diesen Stoff deshalb verzichten und ein älteres Kältemittel namens R134a weiterverwenden, dürfen die Konzerne indes nicht mehr lange. R134a gilt als extrem klimaschädlich, weshalb es einem EU-Gesetz zufolge in den kommenden Jahren aus dem Verkehr gezogen werden muss. Die deutschen Autobauer haben sich deshalb nach weiteren Alternativen umgesehen.

Er hoffe nun, "dass auch die EU-Kommission die Vorteilhaftigkeit des Kältemittels CO2 erkennt", sagte Flasbarth der Zeitung. Gleichzeitig plädierte er dafür, dass es den Autobauern erlaubt werden sollte, notfalls Teile ihrer Neuwagenflotte später als zu dem von der EU festgesetzten Stichtag am 1. Januar 2017 von dem klimaschädlichen alten Kältemittel auf neue umzustellen. Gleichzeitig appellierte Flasbarth an die drei großen deutschen Autobauer Daimler, Volkswagen und BMW, eine gemeinsame Strategie bei der Umstellung der Klimaanlagen zu verfolgen. Ziel müsse eine komplette Umrüstung auf CO2-Klimatisierung sein.

Um was geht's beim Kältemittel-Streit?

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AFP

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