Qualitäten des Korea-SUV

Hyundai ix55: Gutmütiger Raumriese

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Unaufgeregtes und elegantes Äußeres.

Wie eine große, dunkle Sänfte erwartet der Hyundai ix55 seine Insassen. Massig, einladend, bequem wirkt er und dabei durch seine schnörkellosen Konturen durchaus elegant.

Die Koreaner siedeln ihren großen SUV im Oberklassesegment an. Das schafft Erwartungen. Wir sind gespannt, ob der Riese hält, was Hersteller und Optik versprechen.

Guter Kumpel: Autorin Katrin Basaran fühlte sich im Hyundai ix55 gut aufgehoben.

Der erste Blick ins Innere: Das Platzangebot ist beeindruckend! Bein-, Arm-, Kopf- und Kniefreiheit – so soll es sein. Selbst in der dritten Sitzreihe reist es sich noch recht komfortabel. Benötigt man sie nicht, lassen sich die Sitze eben versenken und der Kofferraum funktioniert wie ein gefräßiges schwarzes Loch – es passt alles, und wir meinen wirklich alles, rein.

Als Fahrer genießt man durch die im Segment typische Sitzhöhe eine großartige Rundumsicht. Die ist auch nötig, denn die Maße des Hyundai  ix55 können durchaus einschüchtern und wollen dennoch manövriert werden: Knapp 4,90 Meter misst der Koreaner in der Länge und knapp zwei Meter in der Breite (ohne Außenspiegel wohlgemerkt).

Das Ambiente im Inneren des SUV gefällt – die Linien schmeicheln dem Auge, die verwendeten Materialien sind ordentlich verarbeitet, das wirkt durchaus hochwertig. Einzig das Knöpfe-Allerlei im Cockpit kann zunächst verwirren, umso erstaunlicher, dass sie sich letztlich doch intuitiv bedienen lassen.

Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi

Leistung: 250 PS
Max. Drehmoment: 471 Nm
bei 1750 - 3500 U/min
Höchstgeschw.: 205 km/h
0 auf 100 km/h: 9,2 sek.
Hubraum: 2959 ccm
Verbrauch EU Drittelmix: 7,6 l/100km (Hersteller)
Leergewicht: 2170 kg
Kofferraumvolumen: 598 - 1746 l
Basispreis: 44.630 Euro

Was noch auffällt: Der von uns getestete Drei-Liter-Diesel, übrigens im konzern­eigenen Technikzentrum in Rüsselsheim für europäische Ansprüche entwickelt, arbeitet ungewöhnlich leise. Der Sechszylinder zieht gut durch, zeigt Kraft – bis zu 2,5 Tonnen kann er ziehen. Das sechsstufige Automatikgetriebe werkelt elastisch und unauffällig. So lässt es sich entspannt reisen, ohnehin zeigt der ix55 vor allem auf der Langstrecke seine Stärken. Unangenehm kann es hingegen bei schneller Kurvenfahrt werden. Nicht, dass sie nicht möglich wäre. Aber hier ist seine Seitenneigung sehr spürbar und die sonst sehr bequemen Sitze versagen einen wünschenswerten Halt. Sportlichkeit ist also eher nicht sein Ding. Noch ein Wort zum Verbrauch: In der Stadt erweist sich der Huyndai als stattlicher Schlucker. Ein Verbrauch um die zwölf Liter ist zu hoch. Auf Überland- und Autobahnfahrten begnügte er sich im Mittel mit 8,7 Litern – schon besser.

Im Inneren zeigt sich der ix55 als Raumriese.

Den Hyundai ix55 gibt es in zwei Ausstattungsvarianten – Comfort und Premium. Schon in der Comfort-Fassung ist jede Menge an Bord, die bei der Konkurrenz doch so einiges an Aufpreis kosten würden: etwa ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Klimaautomatik mit Zweizonenregelung, ein gekühltes Fach in der Mittelarmlehne, ein automatisch abblendbarer Innenspiegel, ein Regensensor, ein Rückfahrwarnsystem mit vier Sensoren und und und. Premium lässt kaum noch Wünsche offen – hier lassen sich nur noch spezielle Lackierungen, eine Rückfahrkamera und ein elektrisches Panoramadach zusätzlich ordern.

Fazit

Das Cockpit: Viele Knöpfe und Bedienelemente – nicht so einfach, die Übersicht zu behalten.

Der Hyundai ix55 ist ein Kumpeltyp – gutmütig im Handling, leise, komfortabel und mit großzügigem Platzangebot. Das Preis-Leistungsverhältnis kann sich sehen lassen. Wer aber großen Wert auf Dynamik und Sportlichkeit legt, kommt bei ihm nur bedingt auf seine Kosten.

Katrin Basaran

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