Hyundai ix35: Temperamentvoller Koreaner

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Hyundai ix35: „Cityroader“ mit sportlichem Chic.

Statt sich optisch stark an klassische Geländewagen anzulehnen, treten SUVs immer häufiger dynamisch auf. Hyundai bildet da keine Ausnahme. Nachfolger des eher gradlinigen Tuscon ist der schwungvoll gezeichnete ix35.

Die Lenkung ist bei niedrigeren Geschwindigkeiten ein wenig gefühllos, das Fahrwerk zeigt aber auch bei Höchstgeschwindigkeit keinerlei Unruhe.

Auch wenn es ihn mit Allrad gibt, so ist sein Revier doch eher die Großstadt. Hyundai nennt sein Modell gerne „Cityroader“, das sportlichen Chic mit komfortabler Ausstattung und ordentlichem Platzangebot verbindet. Der ix35 hebt sich seinen weicheren Linien klar vom deutlich schnörkelloser gestaltetem Konzernbruder Kia Sportage ab. An der Seitenlinie setzen beim Tucson-Nachfolger die sich nach hinten verjüngende und in der Mitte der Tür endende Linie Akzente, deren Gegenstück sich hinten findet. Beide betonen die Kotflügel des Hyundai. Zwischen beiden zieht sich unten am Schweller eine weitere Linie über das Blech, die dem ix35 mit seinem konvexen und konkaven Wechselspiel optisch zusätzlichen Schwung verleiht.

Hyundai ix35 2.0 4WD Style

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,41 x 1,82 x 1,67

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel, 1995 ccm

Leistung: 100 kW / 136 PS bei 4000 U/min

Maximales Drehmoment: 320 Nm zwischen 1800 und 2500 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 181 km/h

Beschleunigung (0 bis 100 km/h): 10,2 s

Verbrauch (Schnitt nach EU-Norm): 6,0 l CO2-

Emissionen: 159 g CO2/km (Euro 5)

Leergewicht/Zuladung: 1600 - 1754 kg / 386 - 540 kg

Max. Anhängelast: 2000 kg

Kofferraum: 465 - 1436 l

Räder/Reifen: 6,5J x 17 / 225/60 R 17 H

Wendekreis: 10,6 m

Basispreis: 28.390 Euro

Wie bei den Koreanern üblich, geizt auch der ix35 nicht mir guter Ausstattung. Bereits die Basisversion bietet Leichtmetallfelgen, CD-Audio- und Klimaanlage, Bluetooth und beheizbare Außenspiegel. Bei dem von uns gefahrenen Style, der mittleren Version, kommen Sitze mit Stoff-/Lederbezug, Sitzheizung vorne und hinten, Klimaautomatik, Lichtsensor und Leder an Lenkrad und Schalthebel dazu. Die Kunststoffmaterialien im Innenraum wirken wertig. Auch auf den hinteren Sitzen bietet das Kompakt-SUV ausreichend Platz. Allerdings lassen sich zur Vergrößerung der Ladekapazität nur die Lehnen umklappen, so dass keine ebene Fläche entsteht. Alle Versionen verfügen als Standard unter anderem über durchgehende Vorhangairbags, eine Berganfahrhilfe und eine Bergabfahrkontrolle mit maximal 8 km/h.

Das optionale Navigationssystem verfügt über dynamische Routenführung und blendet deutlich in Form eines Verkehrsschildes die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit ein. Der 6,5-Zoll-Touchscreenmonitor dient gleichzeitig als Bildschirm für die dazugehörige Rückfahrkamera. Sie kann im ix35 nicht schaden, denn die dynamische Optik schränkt die Sicht nach hinten deutlich ein. Das kleine Dreiecksfenster vor der mächtigen C-Säule hat allenfalls Alibifunktion, und auch das Heckfenster fällt nicht übermäßig groß aus. Das weiß auch Hyundai und hat den ix35 standardmäßig mit hinteren Parksensoren ausgestattet. Wer will, kann das Einparken aber auch – erstmals bei Hyundai – vom automatischen „Smart Park Assist System“ übernehmen lassen.

Hyundai ix35

Die 100 kW / 136 PS des 2,0-Liter-Turbodiesels haben mit dem über 1,6 Tonnen schweren Hyundai unerwartet leichtes Spiel und begeistern. Der muntere Motor spricht sehr schnell an und beim Anfahren hebt sich der Vorderwagen gleich ein ganzes Stück nach oben. Fast schon spritzig wie ein Benziner dreht der Turbo-Selbstzünder mit seinen 320 Newtonmetern Drehmoment schwungvoll hoch. Umgekehrt ist untertouriges Fahren nicht unbedingt die Sache des ix35 2.0 CRDi und die Schaltanzeige mahnt hin und wieder, einen Gang herunterzuschalten.

Die Lenkung ist bei niedrigeren Geschwindigkeiten ein wenig gefühllos, das Fahrwerk zeigt aber auch bei Höchstgeschwindigkeit keinerlei Unruhe. Da fällt es schwer, den Gasfuß zu zügeln, um den ix35 im Bereich des Normverbrauchs von 6,0 Litern auf 100 Kilometer bewegen zu können. Wer den Fahrspaß mit dem tollen Triebwerk auskosten möchte, der sollte rund 50 Prozent mehr einkalkulieren. Der Allradantrieb ist angesichts des temperamentvollen Auftritts auf jeden Fall eine Empfehlung. Alternativ gibt es für 1.700 Euro weniger den 2WD mit 0,2 Liter weniger Normverbrauch auf 100 Kilometer.

Jens Riedel

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