Vorschlag der Verkehrswacht

Höhere Bußgelder bei Missachtung roter Ampeln gefordert

Berlin - Für das Missachten roter Ampeln sollten nach Ansicht der Deutschen Verkehrswacht deutlich höhere Bußgelder verhängt werden.

"Der Rotlichtverstoß ist der Beginn, Regeln im Straßenverkehr zu ignorieren", sagte der Präsident der Verkehrswacht, Kurt Bodewig, der "Saarbrücker Zeitung" vom Samstag. Vor allem Eltern sollten sich im Straßenverkehr auf ihre Vorbildfunktion besinnen. "Wenn Eltern mit Kindern bei Rot über die Ampel gehen, dann ist das nicht nur gefährlich, sondern auch die Erziehung zum Regelverstoß", sagte Bodewig.

Die Hälfte der Fußgänger hält sich seinen Angaben zufolge nicht mehr an das Rotlicht. Bei den Radfahrern sei es ähnlich, und bei den Autofahrern seien 78 Prozent trotz roter Ampel schon einmal weitergefahren. "Bestimmte Lernprozesse setzen erst ein, wenn es ans eigene Portemonnaie geht", sagte Bodewig. "Vor allem im Wiederholungsfall sollte es teuer sein", fügte der frühere SPD-Verkehrsminister hinzu. Derzeit beträgt das Bußgeld für das Überfahren einer Ampel bei Rot mindestens 90 Euro.

AFP

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