Unbegrenzte Gültigkeit adé

Führerschein umtauschen: Das müssen Sie wissen

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Im Laufe der Jahre hat der Führerschein immer mal wieder sein Aussehen verändert. Spätestens 2033 ist aber mit dem 'Lappen' Schluss.

Alte Führerscheine, besonders der graue Lappen, genießen Kultstatus. Doch damit ist 2033 Schluss. Es wird Zeit, sich mit dem EU-Führerschein vertraut zu machen.

Seit dem 19. Januar 2013 ist in Deutschland die 3. EU-Führerscheinrichtlinie in Kraft. Sie besagt, dass hierzulande alle Führerscheindokument ab diesem Zeitpunkt auf 15 Jahre befristet sind. Bis 2033 bleiben aber alte Führerscheine aus Papier und auch Plastik weiterhin gültig.

Vergangenen Sommer hatte es Diskussionen gegeben, ob alten Führerscheinen schon viel früher das Aus drohen solle. Dies fand im Bundesrat allerdings keine Mehrheit. Richtig Bewegung ist in die Sache seither nicht gekommen, dem ADAC zufolge werden die Pläne aber nach bisherigen Kenntnissen nicht weiterverfolgt. Damals hatte der Verkehrsausschuss des Bundesrates angeregt, die Umtauschfristen für alte Führerscheine nach Jahrgängen zu staffeln und die alten Führerscheine damit schon früher auslaufen zu lassen. Dies hätte die Behörden entlasten sollen. 

Lappen und unbegrenzte Gültigkeit adé: Der EU-Führerschein kommt 

Auch wenn es bislang nicht zu dieser Staffelung kam - der neue EU-Führerschein im Scheckkartenformat wird alle alten Versionen ablösen: darunter auch den seit mehr als 50 Jahren beliebten mausgrauen Lappen und den seit 1986 verteilten rosa Führerschein.

Die geplante Erneuerungspflicht im 15-Jahres-Takt ist umstritten. Experten halten sie aber für sinnvoll, zumal sich ältere Dokumente per Farbkopierer leicht fälschen ließen. Die neuen Dokumente mit aktuellen Passfotos würden das verhindern.  

Datum

Versionen der Führerscheindokumente

grauer Führerschein - auch Lappen genannt

1986

rosa Führerschein

1999

rosa-grüne Plastikkarte

19. Januar 2013

3. EU-Führerscheinrichtlinie tritt in Kraft:

Führerscheindokument ist auf 15 Jahre befristet

Die neue Regelungen gelten für alle Führerscheine, die nach dem 19.1.2013 ausgestellt werden.

- auch bei Ersatz bei Verlust

- oder Verlängerung der Fahrerlaubnis unabhängig von der zugrundeliegenden Fahrerlaubnis.

19. Januar 2033

Alle unbefristeten Führerscheindokumente müssen bis 2033 umgetauscht werden.

Mit dem Umtausch sollte bislang keine ärztliche oder sonstige Untersuchung verbunden sein.

  • Seit der Führerscheinreform 1999 gilt auch in Deutschland das EU-weite Führerscheinrecht, das in die Fahrerlaubnisklassen A, B, C, D und E eingeteilt ist.
  • Mit einem Führerschein der Klasse B ist es nicht mehr zulässig, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zu führen. 

Bei der Umschreibung von einem alten Führerschein auf einen neuen im EC-Scheckkartenformat ist das für die Fahrererlaubnisklassen von Bedeutung: Wer noch eine Fahrerlaubnis der Klasse 3 besitzt, ist berechtigt, Fahrzeuge der neuen Führerscheinklasse B, BE, C1 und C1E zu fahren. Das bedeutet, es ist erlaubt, damit Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren, sowie Züge bis zu 12 Tonnen (samt Anhänger bis zu drei Achsen).

Ist die Klasse 3 vor dem 1. April 1980 ausgestellt, kommt zusätzlich noch die Klasse A1 (125er) dazu.

Die Besitzstandswahrung der alten Klasse 3 gilt aber nur bis zum 50. Lebensjahr. Geburtsjahrgänge 1966 und 1967 sollten das im Blick haben. Die sogenannten Babyboomer feiern dieses oder nächstes Jahr ihren 50. Geburtstag.

Fahrerlaubniss-klassen

vor 1999

Fahrzeuge

Fahrerlaubniss-klasse ab 2013

1

Leistungsunbeschränkte Krafträder

A

1a

Krafträder bis 25 kW, nicht mehr als 0,16 kW/kg

A2

1b

Krafträder bis 125 cm³, bis 11 kW

A1

2

Kfz über 7.500 kg Züge mit mehr als drei Achsen

C und CE

3

Der Pkw-Führerschein mit der neuen Klasse B erlaubt das Führen von kleineren Lkw bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. 

B

BE

C1

C1E

2,3

Je nach dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in Kraftomnibussen

D

DE

D1

D1E

4

Zweirädrige Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor bis 50 cm³ / 50 km/h

AM

Wer seinen grauen oder rosafarbenen Führerschein aus der Jugendzeit gegen ein neues befristetes Dokument umtauschen möchte, kann das gegen eine Gebühr tun. Mit vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit ist allerdings zu rechnen. 

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ml

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