Fiat Qubo - Wohnlicher Würfel

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Spaß und Sehnsucht: Der Fiat Qubo Trekking hat auch einen Sinn fürs Praktische. 

Von den mehr oder minder originellen Nachfolgern der Bulli-Ente, automobile Blüten, die in der Nische sprießen, wirkt der Qubo noch am wohnlichsten.

Und in der Trekking-Version schürt er ein wenig die Sehnsucht nach der Ferne. Doch zumindest bei dem 1,3 JTD 16V, einem erstaunlich kultivierten Diesel, bleibt Eile mit Weile angesagt.

Fiat Qubo Trekking

Leistung: 75 PS (55 kW)

Höchstgeschwindigkeit: 155 km/h

Verbrauch: 4,4 Liter pro 100 Kilometer

Co2: 115 g/km

Preis: ab 17290 Euro 

Dafür punktet der kleine Italiener mit gutem Fahrverhalten, ebensolchen Platzverhältnissen und dem günstigen Einstiegspreis. Qubo ist ein Wortspiel mit Kubus, dem Würfel, an den der Fiorino-Nachfolger tatsächlich erinnert, wären da nicht die dicken Wülste im Frontbereich, zwar auffällig, aber auch ein wenig geschmäcklerisch. Doch zusammengewürfelt wirkt der Italiener, ein weitläufiger Verwandter von Peugeot Bipper und Citroën Nemo, damit keineswegs. Dagegen spricht schon sein Sinn fürs Praktische: Zwei Schiebetüren, eine niedrige Ladekante und ein Kofferraum, der von 329 Liter auf 2 500 Liter erweiterbar ist. Da passen Kinderwagen und Kontrabass rein – selbst der Trip zum Möbel-Discounter muss nicht vergeblich sein bei diesem mit wenigen Handgriffen zum Kleinlaster mutierenden, weniger als vier Meter langen Qubo.

Zwei Schiebetüren, eine niedrige Ladekante und ein Kofferraum, der von 329 Liter auf 2 500 Liter erweiterbar ist.

Natürlich ist Plastik innen Trumpf, doch die großzügige Verglasung und die erhöhte Sitzposition schaffen Licht und Sicht. Und die Passagiere sitzen bequem, bei gewisser Einschränkung der Kniefreiheit im Fond, wenn der Fiat mit vier Erwachsenen besetzt ist. Zahlreiche Ablagemöglichkeiten für Krimskrams und ein großes Fach auf der Beifahrerseite, das sogar den Laptop verschwinden lässt, fallen auf. Selbst ein USB-Port ist an Bord des modernen Stadtwägelchens, das in fast jede Parklücke passt.

Natürlich ist Plastik innen Trumpf, doch die großzügige Verglasung und die erhöhte Sitzposition schaffen Licht und Sicht.

Um den laufruhigen 1.3-Liter-Diesel mit 75 PS und einem Drehmoment von 190 Newtonmeter auf Touren zu bringen, muss freilich eifrig im Fünfgang-Getriebe gerührt werden. Doch spätestens bei 155 km/h ist auf der Autobahn Schluss mit munter. Eine Tankfüllung (45 Liter) reiche für 1 000 Kilometer, propagiert Fiat. Wir kamen locker auf 5,8 Liter für die 100 Kilometer, was für so ein Wägelchen nicht gerade wenig ist. Dass der Diesel-Partikelfilter mit 600 Euro extra zu Buche schlägt, passt ebenfalls nicht in die Zeit.

Natürlich ist Plastik innen Trumpf, doch die großzügige Verglasung und die erhöhte Sitzposition schaffen Licht und Sicht.

Das Fahrwerk ist recht straff abgestimmt. Über Bodenunebenheiten lässt der Qubo seine Passagiere nicht im Unklaren. Dafür nehmen in der Trekking-Version die Sicherheitselemente für sich ein: Den Schleuderschutz ESP gibt’s mit Antischlupfregelung, eine bequeme Anfahrhilfe am Berg und die elektronische Traktionskontrolle sind ebenso vorhanden. Und dann zieren den Qubo Trekking noch Stoßfänger mit Frontschutz und eine Alu-Dachreling. Das Fahrwerk bietet immerhin 10 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit – und im Laderaum klemmt die unvermeidliche Taschenlampe, diesmal Akku-betrieben.

Alles in allem also ein italienischer Mini für nette Nonkonformisten. Davon scheint es noch etliche zu geben …

Klaus Ackermann

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