Fiat Chrysler zeigt Autokauf der Zukunft - auf dem Tablet

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Der Käufer sieht sich ein originalgetreues virtuelles 3D-Modell des Wunschautos auf mobilen Endgeräten an. Foto: Accenture/dpa

Wie soll das nächste Traum-Auto aussehen? Alle Details des neuen Gefährts können Nutzer künftig auch auf dem Tablet oder Smartphone inspizieren. Nur die Probefahrt geht noch nicht virtuell.

Barcelona (dpa)  - Potentielle Autokäufer sollen künftig schon virtuell auf dem Tablet oder Smartphone in den neuen Wagen einsteigen können. Einen Prototyp der von Accenture Digital entwickelten Anwendung hat Fiat Chrysler Automobiles auf der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona vorgestellt.

Dort wird ihnen auf Basis von Googles Project Tango ein originalgetreues 3D-Modell inklusive Innenansicht angezeigt, das sich individuell ausstatten lässt. Die sogenannte Augmented-Reality-Anwendung ermöglicht einen virtuellen Rundgang um das Auto und zeigt auch per Innenansicht Details der Ausstattung. 

Im Unterschied zu einer Virtual-Reality-Anwendung taucht man dabei nicht komplett in eine virtuelle Welt ab, sondern sieht virtuelle Dinge, die in eine reale Umgebung projiziert werden.

"Augmented Reality wird die Art und Weise, wie Fahrzeuge konfiguriert und gekauft werden, komplett verändern", sagt Luca Mentuccia von Accenture. Project Tango soll ab Sommer dieses Jahres auf ersten mobilen Geräten verfügbar sein. In der nächsten Generation mobiler Endgeräte werde Tango bereits zu den Standardfeatures gehören, sagte Matteo Aliberti von Accenture. Basis der Anwendung sind zahlreiche Sensoren, die Bewegungen exakt registrieren und somit das räumliche Umfeld im 360-Grad-Modus erkennen können. So lassen sich bei dem nun vorgestellten Prototyp auf dem Tablet die Türen des Fahrzeugs öffnen und gewähren einen detailgetreuen Blick ins Innere. 

Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona gehören Anwendungen für virtuelle Realität oder sogenannte Augmented Reality (etwa erweiterte Realität) zu den großen Trendthemen. Mobilfunkindustrie und Gerätehersteller erhoffen sich von den Technologien neue Geschäftsmodelle. Für dieses Jahr rechnen die Hersteller auch mit einem Durchbruch für VR-Brillen im Massenmarkt.

Neben virtueller Realität gibt es auf dem MWC auch viele Anwendungen zu sehen, die digitale Gegenstände virtuell in die reale Umgebung projizieren. So stellte Epson seine Augmented-Reality-Brille Moverio BT-300 mit OLED-Display vor. Während Google sein bekanntes Projekt Google Glass weitgehend eingestellt hat, arbeitet der Drucker-Profi weiter an seiner Lösung. Mögliche Einsatzszenarien sieht Epson vor allem im professionellen Bereich - und auch im Einzelhandel.

PM Accenture

Project Tango von Google

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