Fahrbericht

Das Duell der ungleichen Brüder: Wer ist besser – Velar oder F-Pace?

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Der Jaguar F-Pace kommt aus sportlichem Haus und packt gerne den Tiger aus dem Tank.

Eleganter Geländekumpel gegen Raubkatze. Range Rover Velar gegen Jaguar F-Pace! Beide Fahrzeuge kommen aus dem gleichen feinen Haus. Aber für welches Modell soll man sich entscheiden. Wer ist besser? Was kosten die beiden Briten? Der große Vergleichstest.

Schon bei den Abmessungen zeigt sich: Zwischen Velar und F-Pace gibt es kaum große Unterschiede. Der Range Rover ist einen Zentimeter breiter und sieben länger. In der Höhe übertrifft der Jaguar wiederum seinen Konkurrenten um glatte 15 Zentimeter. Signifikant länger ist jedoch der Radstand. Fast einen halben Meter mehr hat der Velar, was dem Sitzkomfort der Passagiere merklich zugutekommt.

Velar gegen F-Pace: Beim Sprint fast gleich auf

Beim Motor haben wir uns für ein Triebwerk entschieden, das richtig Spaß macht. Einen doppelt aufgeladenen Diesel mit 300 PS und einem Drehmoment von 700 Nm. Das schiebt gewaltig an. Beim F-Pace einen Tick dynamischer und sportlicher als beim Range. Aber nur gefühlt, denn die Sprintwerte sind mit

6,2 respektive 6,5 Sekunden vom Spurt von 0 auf Tempo 100

nahezu identisch.

Dabei haben die Techniker den beiden Briten-SUVs einen kernigen Sound verpasst. Da nagelt nichts unter der Motorhaube – im Gegenteil: Ein sonores Brummen orchestriert die feinen Fahrleistungen des Motors. Zusammen mit dem achtstufigen Automatikgetriebe, Allrad-Antrieb und der Luftfederung ist man sowohl mit Velar als auch mit F-Pace ziemlich flott unterwegs.

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F-Pace braucht etwas weniger Sprit, Velar ist geländegängiger

Viel zu oft! Denn dann säuft er, der SUV. Mit den angegebenen 6,6 (Velar) und 6,4 (F-Pace) Litern Durchschnittsverbrauch kommt man definitiv nicht aus. Mit acht Litern ist man schon gut dabei. Aber ratzfatz ist die Anzeige zweistellig. Dabei ist der F-Pace einen Tick sportlicher abgestimmt, er fährt sich leichtfüßiger. Dem Velar merkt man vor allem in den Kurven das hohe Gewicht von knapp zwei Tonnen schon an. Es schiebt und drückt. Und in der Tat ist der Range auch um 75 Kilogramm schwerer, das heißt, man hat immer einen Passagier mehr an Bord.

Als echter Range Rover besteht der Velar auch schwierigste Bedingungen.

Genau anders sieht es beim Thema Geländegängigkeit aus. Da ist der Velar, Herkunft verpflichtet, allein schon von den Werten her besser. Die Wattiefe, als die maximale Höhe eines zu durchquerenden Gewässers, liegt beim Range bei bis zu 650 Millimeter. Der F-Pace muss ab 525 Millimeter passen. Auch bei der Bodenfreiheit bleibt der Velar Punktsieger: 251 Millimeter sind es hier, das Brüderchen aus dem Stall nebenan anschafft nur 213 Millimeter. Ebenfalls nur hinterherhinkten kann der F-Pace bei den Böschungswinkeln hinten und vorne. Will heißen, der Velar ist auch hier ein bis zwei Ticks geländegängiger.

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Velar und F-Pace im Design-Vergleich

Wenn es ums Aussehen geht, kann es keine zwei Meinungen geben. Der Velar ist das schönere Auto von den beiden. Eine der wenigen wirklich eleganten Interpretationen eines – mal abgesehen von der Mercedes G-Klasse – prinzipiell unschönen SUVs. Wo der Range Rover Evoque aufhört, da setzt der Velar an und sogar noch einen drauf. Die Linien sind dezent, aber robust, die Scheinwerfer und Rückleuchten flach gezeichnet. Obwohl ein Lackel von Auto wirkt dieser Range Rover unaufgeregt und trotzdem dynamisch. Britisches Understatement halt. Die bullige Grobschlächtigkeit eines BMW X6 oder eines Lamborghini Urus findet man hier nicht. Gottseidank!

Am ausladenden Heck, das voluminös über die Hinterachse hinausragt, erkennt man einen echten Range Rover.

Aber bleiben wir lieber in der Familie: Im Gegensatz zum Velar wirkt der F-Pace beliebig, er geht im Design-Einerlei der SUV-Flut unter. Einzig das Heck ist bemerkenswert, erinnert uns ein wenig an das knackige Hinterteil des F-Types. Und auch im Inneren setzt sich der Klassenunterschied zwischen Range Rover und Jaguar fort. Mehr oder minder abhängig von den gewählten Ausstattungen. Im F-Pace herrscht eher die nüchterne Aufgeräumtheit eines modernen Großstadtbüros, wohingegen man sich im Range mehr wie im ledernen Clubsessel eines noblen Londoner Herrenclubs fühlt.

Ein kleines, aber feines Detail bringt den Unterschied zwischen den beiden Konkurrenten auf den Punkt: Während der F-Pace herkömmliche Türgriffe hat, versenken sich die Griffe im Velar von selbst unauffällig in der Karosserie. Das hat etwas vom Einfahren des Fahrwerks nach dem Start des Flugzeugs. Anschnallen und abheben. Allerdings im Privatjet.

Von hinten erinnert der F-Pace an den Jaguar F-Type.

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So viel kostet der F-Pace

Bei den Preisen startet der F-Pace von Jaguar in der Basisausstattung "Pure" mit 62.450 Euro! Da hat man dann schon aber den guten großen Diesel an Bord. Ein paar Nummern kleiner mit 163 Diesel-PS und Handschalter fängt es bei 46.550 Euro an. Bleiben wir beim 300-PS-Aggregat mit Automatik und Allradgetriebe, dann geht es je nach Ausstattungslinie in ungeahnte Höhen.

Das streng auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit des F-Pace.


Mit 76.450 Euro schlägt der F-Pace 300 Sport zu Buche: Mächtiger schwarzer Kühlergrill, 20-Zoll-Röder und rote Bremssättel - daran erkennt man ihn. Noch ein bisschen Schnickschnack wie Panoramadach, dunkle Scheiben oder etwa das digitale Display, das mit 700 Euro tatsächlich noch extra kostet, dann sind wir schon bei knapp 80.000 Euro. Und wenn man dann noch bei Navi-, Fahrassistenz- und Komfortpaketen shoppt, dann langt auch Jaguar noch mal hin. Unser Wunschfahrzeug würde genau 93.598 Euro kosten.

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So viel kostet der Velar

Beim Velar ist der Einstiegspreis schon ganz anders. Da geht es ab 57.450 Euro mit einem Turbodiesel und 180 PS erst los. Wir entscheiden uns für die R-Dynamic-Variante, für die der geneigte Käufer knapp 60.000 Euro berappen muss. Schon beim Motorenregal, in dem wir den gleichen Twinturbo-Diesel mit 300 PS wie beim F-Pace wählen, kratzen wir an der 70.000er-Marke. Flugs die R-Dynamic SE-Ausstattungslinie angeklickt, die unter anderem 20-Zöller und Matrix-LED-Licht bietet - das macht 79.790 Euro.

Weißes Leder und polierter Klavierlack geben dem Velar das Flair eines Londoner Herrenclubs.

Was Sonderausstattungen und Assistenzsysteme anlangt, haben wir versucht ein ähnliches Fahrzeug auf die Räder zu stellen, wie beim Jaguar. Und siehe da unser Wunsch-Velar landet bei 93.119 Euro. In etwa dort, wo der Jaguar liegt. Nun steckt der Teufel beim Konfigurieren eines Autos mit seinen tausenden Möglichkeiten natürlich im Detail. Allerdings zeigt dieser Vergleich schon: In den unteren PS- und Ausstattungsregionen ist der F-Pace deutlich billiger, sobald es wertiger wird, nähert sich der Jaguar an den Range Rover an.

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Velar gegen F-Pace: Wer passt zu wem?

Nun die Fragen aller Fragen. Für welchen Typ welches Auto? Kleine Landlords und Landladys mit Hang zu leicht versnobter Extravaganz dürfen bevorzugt im Velar Platz nehmen. Wenn Exklusivität nicht die tragende Rolle spielt im Leben, dann ist der F-Pace der richtige Kumpel. Obwohl Motor und Fahrwerk der beiden getesteten Fahrzeuge gleich waren, gefällt beim Jaguar die dynamischere und direktere Auslegung. Hier der souveräne Beau, dort der sportliche Haudegen - obwohl beide die gleichen Eltern haben, sind die Brüder dann doch recht unterschiedlich ausgefallen. So etwas kommt sogar in den besten Familien vor.

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Rudolf Bögel

Das sind die gefährlichsten Straßen der Welt

Trollstigen, Norwegen: Der Name der Straße bedeutet "Leiter der Trolle" und ist bei Touristen äußerst beliebt. Die Strecke besteht aus elf Haarnadelkurven und bis zur Passhöhe hat die Straße eine Steigung von rund zwölf Prozent. Dabei geht es rund 400 Meter bis auf eine Höhe von 850 Metern über dem Meeresspiegel. Ein Teil der Trollstigen führt über einen Wasserfall. Befahren werden kann die Straße nur im Sommer von Mitte Mai bis Ende September.
Trollstigen, Norwegen: Der Name der Straße bedeutet "Leiter der Trolle" und ist bei Touristen äußerst beliebt. Die Strecke besteht aus elf Haarnadelkurven und bis zur Passhöhe hat die Straße eine Steigung von rund zwölf Prozent. Dabei geht es rund 400 Meter bis auf eine Höhe von 850 Metern über dem Meeresspiegel. Ein Teil der Trollstigen führt über einen Wasserfall. Befahren werden kann die Straße nur im Sommer von Mitte Mai bis Ende September. © Pixabay / ThoKi2025
Dalton Highway, Alaska: 666 Kilometer führt der Dalton Highway durch die Leeren von Alaska. Die ungeteerte Straße ist vor allem wegen der strengen Winter in einem schlechten Zustand. Die Straße führt von Fairbanks in Zentralalaska nach Deadhorse Nahe dem Polarkreis.
Dalton Highway, Alaska: 666 Kilometer führt der Dalton Highway durch die Leeren von Alaska. Die ungeteerte Straße ist vor allem wegen der strengen Winter in einem schlechten Zustand. Die Straße führt von Fairbanks in Zentralalaska nach Deadhorse Nahe dem Polarkreis. © picture alliance / dpa / Chris Melzer
Transfogarascher Hochstraße, Rumänien: Die Straße liegt mitten in den Karpaten und bietet zahlreiche Kurven, die zum Teil über Viadukte führen, sowie Tunnel. Die anstrengende Fahrt auf der Transfogarascher Hochstraße lohnt sich aber. Denn Aussicht ist atemberaubend.
Transfogarascher Hochstraße, Rumänien: Die Straße liegt mitten in den Karpaten und bietet zahlreiche Kurven, die zum Teil über Viadukte führen, sowie Tunnel. Die anstrengende Fahrt auf der Transfogarascher Hochstraße lohnt sich aber. Denn Aussicht ist atemberaubend. © Pixabay / Walle1886
Gotthardpass, Schweiz: Bereits im Mittelalter war der Gotthardpass eine der wichtigen Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Wie damals ist der Pass heute einer der anspruchsvollsten der Schweizer Alpen. Der 64 Kilometer lange Weg schlängelt sich von einer Seite zur anderen und belohnt Autofahrer mit beeindruckender landschaftlicher Schönheit.
Gotthardpass, Schweiz: Bereits im Mittelalter war der Gotthardpass eine der wichtigen Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Wie damals ist der Pass heute einer der anspruchsvollsten der Schweizer Alpen. Der 64 Kilometer lange Weg schlängelt sich von einer Seite zur anderen und belohnt Autofahrer mit beeindruckender landschaftlicher Schönheit. © picture-alliance/ dpa / Alessandro Della Bella
Yungas-Straße, Bolivien: Von La Paz führt die 80 Kilometer lange Yungas-Straße nach Caranavi. Bis 2007 galt sie als gefährlichste Straße der Welt und trug den Beinnamen "Todesstraße". Mittlerweile führt eine neue, sichere Straßen in den Norden Boliviens. Die alte Yungas-Straße wird nicht mehr so stark befahren und wird mittlerweile hauptsächlich von Mountainbikern genutzt.
Yungas-Straße, Bolivien: Von La Paz führt die 80 Kilometer lange Yungas-Straße nach Caranavi. Bis 2007 galt sie als gefährlichste Straße der Welt und trug den Beinnamen "Todesstraße". Mittlerweile führt eine neue, sichere Straßen in den Norden Boliviens. Die alte Yungas-Straße wird nicht mehr so stark befahren und wird mittlerweile hauptsächlich von Mountainbikern genutzt. © Pixabay / jimcintosh
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Atlantikstraße, Norwegen: Die Atlantikstraße zwischen Molde und Kristiansund zählt zum norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts. Eigentilch sollte es eine Eisenbahnstrecke werden, aber nun dürfen Autos die rund acht Kilometer lange Strecke befahren. Sie besteht aus acht Brücken und führt über zahlreiche Inseln im Atlantik. © Pixabay / prima4you
Col de la Bonette, Frankreich: Auf 2.000 Metern Höhe in den französischen Alpen führt der Pass "Col de la Bonette". Die Straße bietet steile und unvorhersehbare Kurven. Fahrer mit wenig Erfahrung sollten den Pass besser meiden. Bereits vier Mal war die Straße auch Teil der Tour de France; zuletzt 2008.
Col de la Bonette, Frankreich: Auf 2.000 Metern Höhe in den französischen Alpen führt der Pass "Col de la Bonette". Die Straße bietet steile und unvorhersehbare Kurven. Fahrer mit wenig Erfahrung sollten den Pass besser meiden. Bereits vier Mal war die Straße auch Teil der Tour de France; zuletzt 2008. © Pixabay / hpgruesen
Kolyma, Russland: Die Einheimischen nennen die Straße auch "Straße der Knochen" oder "Straße des Todes", da beim Bau Gulag-Häftlinge ihr Leben verloren. Eigentlich ist Die Kolyma-Straße nach einem benachbarten Fluss benannt. Insgesamt 1826 Kilometer schlängelt sich die Straße durch den Nordosten Russlands.
Kolyma, Russland: Die Einheimischen nennen die Straße auch "Straße der Knochen" oder "Straße des Todes", da beim Bau Gulag-Häftlinge ihr Leben verloren. Eigentlich ist Die Kolyma-Straße nach einem benachbarten Fluss benannt. Insgesamt 1826 Kilometer schlängelt sich die Straße durch den Nordosten Russlands. © Pixabay / Venzel
Khardung La, Indien: Der Gebirgspass gehört mit seinen etwa 5350 Metern zu den höchsten der Welt. Aufgrund von Grenzkonflikten zwischen Indien, Pakistan und China ist die Straße vor allem Militärfahrzeugen vorbehalten, kann aber auch von Privatpersonen befahren werden. Dabei werden sie aber an Kontrollpunkten der Armee überprüft. Auch im Sommer ist Khardung La wegen Schnee nur schwer passierbar.
Khardung La, Indien: Der Gebirgspass gehört mit seinen etwa 5350 Metern zu den höchsten der Welt. Aufgrund von Grenzkonflikten zwischen Indien, Pakistan und China ist die Straße vor allem Militärfahrzeugen vorbehalten, kann aber auch von Privatpersonen befahren werden. Dabei werden sie aber an Kontrollpunkten der Armee überprüft. Auch im Sommer ist Khardung La wegen Schnee nur schwer passierbar. © Pixabay / wreindl

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