Warnung für Autofahrer

Schock-Video zur Abschreckung: Polizei postet 15 Sekunden Autobahn-Horror

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Wer sich dieses Video ansieht, wird schockiert sein.

Die Polizei Osnabrück möchte Autofahrer davor warnen, im Verkehr unaufmerksam zu sein. Für diese Präventivarbeit nutzt sie dieses erschreckende Video.

Haben Sie das schon einmal erlebt? Sie sitzen am Steuer Ihres Autos und erkennen im Bruchteil einer Sekunde, dass es zu spät ist, um zu reagieren? Sie wissen, gleich kommt der Aufprall. Das Adrenalin schießt durch Ihren Körper - und im nächsten Moment schließen Sie die Augen vor dem Unvermeidbaren.

Einen Autounfall miterleben - aus Sicht der Fahrerin

Die Polizei Osnabrück hat in den sozialen Medien ein schockierendes Video veröffentlicht. Der Zuschauer erlebt einen Autounfall aus der Perspektive der Fahrerin. Die Kamera filmt aus einem fahrenden Auto heraus durch die Windschutzscheibe die rechte Fahrspur einer wenig befahrenen dreispurigen Autobahn. Der Lkw in mehreren 100 Metern Entfernung ist von der grauen Schallschutzmauer kaum zu unterscheiden. Innerhalb weniger Sekunden prallt das Auto ungebrems t auf die linke hintere Ecke des Lkw auf.

"So schnell kann's gehen … Seid aufmerksam, immer!", warnt die Polizei Osnabrück in ihrem Post auf Twitter. Mit dem schockierenden Video will sie auf die Gefahren aufmerksam machen, die während einer Autofahrt lauern - und die man leicht aus Unachtsamkeit übersehen kann. Nach Angaben der Polizei hatte sich auf der Autobahn wegen einer Baustelle ein Stau gebildet. Dieses Stauende hatte die Fahrerin leider zu spät gesehen. Doch sie sei noch mit leichten Verletzungen davongekommen, schreibt die Hamburger Morgenpost.

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Wenig Mitleid für die Unfallverursacherin aus dem Video

"Ich hoffe, dass sich viele Smartphone-Benutzer (im Auto) dieses Video anschauen. Aber bitte nicht während der Fahrt", kommentiert eine Twitter-Nutzerin das Video. Die meisten User haben wenig Verständnis für den Unfall. Er sei leicht zu verhindern gewesen und völlig überflüssig. In vielen Kommentaren wird der Fahrerin Dummheit vorgeworfen, oder dass sie während der Fahrt mit dem Smartphone beschäftigt gewesen sei. Die Polizei dementiert dies jedoch in Folge-Kommentaren: An dem Unfall sei Unachtsamkeit schuld.

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Unfall-Video war gar nicht legal

Die Polizei stimmt jedoch zu, dass die Dash-Cam, mit der die Aufnahme gemacht wurde, gar nicht erlaubt sei. "Ein anlassloses permanentes Filmen und Speichern des öffentlichen Straßenverkehrs ist verboten, da es gegen den Datenschutz verstößt. Der Dashcam-Einsatz ist im öffentlichen Raum also nur in sehr engen Grenzen möglich", erklärt die Polizei. Deshalb hat sie das Material sichergestellt und mit Einverständnis der Eigentümerin für präventive Zwecke verwendet.

Video: BGH erklärt Dashcam-Videos als Beweis bei Autounfällen für zulässig

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Das Wichtigste zum Thema Stau

Meist sind es nur Sekunden, die plötzlich einen Mega-Stau verursachen. "Oft genug bremsen Autofahrer vor Autobahnwegweisern, weil sie sich unsicher sind oder doch nochmal hecktisch auf die Karte schauen", weiß Verkehrsforscher Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Deswegen rät der Experte: Trotz Navigationssystem - vor Reisebeginn einen Blick auf die gute alte Straßenkarte zu werfen. © dpa
Nachtfahrten bieten Vorteile: "Es sind weniger Lkws auf den Straßen und viele Fahrer trauen sich in der Dunkelheit auch nicht zu fahren", weiß Schreckenberg. Wer mit den Kindern in den Urlaub fährt, könne sich nachts zudem über mehr Ruhe im Auto freuen. "Und die große Hitze bleibt einem auch erspart." Eine Nachtfahrt sei jedoch nur etwas für ausgeruhte Fahrer. © dpa
Vorausschauendes Fahren ist Trumpf: "Genügend Abstand zum Vordermann sorgt dafür, dass plötzliches Bremsen selten von Nöten ist", so der Stauforscher. Dadurch wird nicht nur Stillstand auf der Autobahn vermieden, das Auto verbraucht auch weniger Sprit. © dpa
Beim Thema "Reißverschlussverfahren" sind viele deutsche Autofahrer offenbar überfordert: "Als vor 40 Jahren das System eingeführt wurde, funktionierte es ganz gut. Aber mittlerweile haben es die Leute scheinbar wieder verlernt", bedauert der Verkehrsexperte. Wichtig sei es, bei Spurverengungen erst ganz zum Schluss die Fahrbahn zu wechseln, alles andere wirkt sich Schreckenbach zufolge kontraproduktiv aus. © dpa
Spurwechsel zwecklos: Laut Schreckenberg bringt es nichts, bei zähflüssigem Verkehr die Fahrbahn zu wechseln: "Es ist sogar absolut hinderlich für den Verkehrsfluss. Die Menschen haben immer das subjektive Gefühl, der restliche Verkehr sei stets schneller. Wir haben das ausführlich getestet: Als Kolonnenspringer hat man am Ende kaum eine Minute gewonnen und stattdessen erhöhten Stress." © dpa
Umfahrungen lohnen sich meist nicht: "Nur bei Vollsperrung sollte man von der Autobahn abzufahren. Stau hat immer noch eine bestimmte Geschwindigkeit, mit der man weiter voran kommt", so Schreckenberg. Navigationssysteme würden gerne übereifrig Ausweichrouten empfehlen, die dann genauso überlastet seien. "Folgen der Empfehlung ihres Navis nur 10 Prozent der Fahrer, kommt auch dort der Verkehr zum Erliegen." © dpa
Wer sich einem Stauende nähert, sollte umgehend den nachfolgenden Verkehr durch Einschalten der Warnblinkanlage aufmerksam machen. Nach einem Urteil des Landgerichts Memmingen kann dem Fahrer bis zu 25 Prozent Haftung auferlegt werden, sollte es im Stau zu einem Auffahrunfall wegen nicht eingeschaltetem Warnblinker kommen. © dpa
Kommt der Verkehr zum Erliegen, sollte rechtzeitig der Motor abgestellt werden. Der Umwelt zuliebe, und auch dem eigenen Auto: So vermeiden Sie, dass Ihr Wagen mit einem leeren Sprittank oder überhitzten Kühler selbst zum Verkehrshindernis und Stauverursacher wird. © dpa
"Autofahrer machen viel zu selten eine Pause. Im Urlaubsverkehr kommt es aber in der Regel nicht auf eine Stunde an", meint der Experte. Es gehe ja nicht darum, als Erster anzukommen, sondern entspannt an sein Reiseziel zu gelangen. Deswegen einfach mal Rasten. "Mit Stress auf der Straße versaut man sich nur gleich den Urlaubsstart." © dpa
Wenn nichts mehr vorwärts geht, müssen die Autofahrer eine Rettungsgasse bilden. Jede Hilfe sollte den Unfallort schnell erreichen können. Die Rettungsgasse ist immer zwischen der äußersten linken und der zweiten Spur von links zu bilden, ganz gleich wie viele Fahrstreifen vorhanden sind. In der Mitte liegt sie nur bei einer zweispurigen Fahrbahn. Der Standstreifen dient übrigens nur dazu, liegen gebliebene Fahrzeuge aufzunehmen. © dpa
An die sicherste Methode, um Stau und Stress mit dem Urlaubsauto zu umgehen, denken nur wenige Reisende: Mit dem Autoreisezug können viele hundert Kilometer zurückgelegt werden, ohne auch nur einen einzigen Stau zu erleben. Bucht man zu bestimmten Zeiten, ist die Kombination aus Straße und Gleis unter Umständen sogar günstiger. © dpa

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