„Klotzen, nicht kleckern“

Kräftemessen in Detroit

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Der zweisitzige Alfa Romeo 4c ist mit nur 850 Kilo ein echtes Leichtgewicht, mit dem die Italiener in den Vereinigten Staaten endlich wieder Fuß fassen wollen.

Dicke Auspuffrohre, breite Reifen, viel Glanz und kräftig PS: Das Autojahr startet traditionell mit Amerikas größter Automesse in Detroit.

Vom 14. bis 17. Januar präsentieren 70 internationale Hersteller ihre Fahrzeuge auf 55.000 Quadratmetern Fläche bei der NAIAS 2013 – der North American International Auto Show.

Nicht kleckern, klotzen – das gilt hier auch für die deutschen Premiumhersteller. Vor allem den Oberklassemarkt haben die Deutschen fest im Griff. Das soll so bleiben. Beispiel Mercedes: Für die Schwaben war die Detroit-Messe schon immer richtungsweisend für das US-Geschäft. Rund eine Milliarde Euro haben sie in die umfassende Erneuerung ihrer E-Klasse gesteckt, die in diesen Tagen in Übersee offiziell der Weltöffentlichkeit präsentiert wird. Gezeigt wird hier auch erstmals der CLA, die viertürige Coupé-Version der neuen A-Klasse.

Die Konkurrenz aus München führt der Welt hingegen u.a. das 4er Concept Coupé vor Augen. Den Nerv des gut betuchten US-Klientels dürfte aber eher die M-Version des Gran Coupés treffen – die Topversion des Viertürers aus der 6er Reihe tritt mit einem aufgeladenen 4,4-Liter-V8 an, der 560 PS leistet. Für die in den Vereinigten Staaten so erfolgreiche BMW-Marke Mini soll der Mini Paceman John Cooper Works mit 218 PS den Lockvogel spielen. Audi wiederum will in Detroit neben anderen den neuen RS6 enthüllen – 560 PS und Allradantrieb machen hier sicher eine prima Figur. Die Kraftpakete der internationalen Konkurrenz – hier eine Auswahl:

Alfa Romeo

Der zweisitzige Alfa Romeo 4c ist mit nur 850 Kilo ein echtes Leichtgewicht, mit dem die Italiener in den Vereinigten Staaten endlich wieder Fuß fassen wollen. Der 1,8-Liter-Turbobenziner in Mittelmotorlage verzaubert mit 235 PS. In knappen fünf Sekunden soll er von null auf 100 km/h spurten und 250 Stundenkilometer in der Spitze schaffen.

Audi

Bislang gab es den Audi SQ5 nur als Diesel. In Detroit zeigen die Ingolstädter die Alternative: einen SUV mit 3,0 Liter großem und 354 PS starkem V6-Turbobenziner. Von null auf 100 km/h geht’s damit in nur 5,3 Sekunden.

Detroit 2013: Die wichtigsten Premieren

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Bentley

325 km/h in der Spitze und 625 PS stark – der Continental GT-Speed Convertible, den Bentley in Detroit vorstellen wird, ist mit diesen Daten das schnellste viersitzige Coupé der Welt. Für den Sprint von null auf 100 km/h benötigt der Wagen nur 4,4 Sekunden.

BMW

Mit Spannung wird die neu gegründete 4er Reihe der Münchner erwartet, In Detroit wird BMW zunächst das 4er Concept Coupé zeigen. Verwendet werden für die Zweitürer sowohl die technische Basis als auch Motoren der 3er Reihe. Topmodell wird der 435i mit 306 PS.

Chevrolet

Den größten Andrang in Detroit erwartet Chevrolet: Die GM-Tochter enthüllt nämlich die siebte Generation ihrer Sportwagenlegende Corvette C7. Der V8 mit 6,2 Litern Hubraum leistet 455 PS. Der verstärkte Einsatz von Verbundwerkstoffen in der Karosserie senkt das Gewicht enorm.

Daimler

Die neue E-Klasse wird gleich in zwei Varianten offiziell vorgestellt: als Cabrio und als Coupé. Der stärkste Benziner bringt kraftvolle 408 PS, der stärkste Diesel 265 PS auf die Straße. Neu im Programm aller E-Modelle ist der Bluedirect Vierzylinder-Benziner, der bereits jetzt die ab 2015 gültige EU6 Norm erfüllt. Optisch wurde vor allem das Frontdesign überarbeitet.

Lamborghini

Bewegung an der frischen Luft soll ja guttun: Für die Schönen und Reichen in Kalifornien dürfte daher die offene Variante des Lamborghini Aventador interessant werden. Mit seinem V-12, der aus 6,5 Litern Hubraum 700 Ps schöpft, bleibt der Antrieb gegenüber dem Coupé unverändert.

Lexus

Die Japaner präsentieren die dritte Generation ihres Mittelklässlers Lexus IS , die in Deutschland im Juni auf den Markt kommen soll. Sparsamer soll die Limousine im Format des 3er BMW vor allem durch einen neuen Hybridantrieb werden. Die Systemleitung soll 200 PS entsprechen – bei einem Verbrauch von 4,2 Litern.

Mini

In den USA erfreut sich die BMW-Tochter Mini größter Beliebtheit. Und so präsentieren die Münchner in Detroit den 218 PS starken Mini Paceman John Cooper Works . Der Antrieb erfolgt durch einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, der seine 280 Nm Drehmoment mit dem Allradantrieb ALL4 auf die Straße bringt.

K.B./global-press

 

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