Borgward-Comeback erst 2016

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Neues Logo, historisches Auto: Die wiederbelebte Automarke Borgward präsentiert in Genf noch kein neues Modell, aber immerhin das künftige Firmenemblem und eine Isabella. Foto: Thomas Geiger

Borgward spannt seine Fans weiter auf die Folter: Auf dem Genfer Autosalon zeigt die zurückgekehrte Traditionsmarke nur ein modernisiertes Logo. Doch im September soll es ein Auto geben.

Borgward-Manager Karlheinz Knöss stellte einen kompakten Geländewagen in Aussicht, der spätestens im ersten Halbjahr 2016 auf den Markt kommen soll. Danach werde die Marke jedes Jahr zwei neue Modelle vorstellen. Obwohl zu den Partnern und Investoren der Borgward AG unter anderem der chinesische Lkw-Hersteller Foton zählt, sollen die Autos für den europäischen Markt in Europa gebaut werden. Borgward war in den 1950er Jahren ein deutscher Massenhersteller. Zu Beginn der 1960er Jahre ging das einst in Bremen angesiedelte Unternehmen in Konkurs.

Die neuen Fahrzeuge der Marke sollen auf einer eigenen Architektur aufgebaut und von selbst entwickelten Motoren angetrieben werden. Borgward will vor allem mit effizientem Antrieb und modernen Vernetzungsmöglichkeiten punkten. Knöss sprach von Hybrid- und Plug-in-Motoren sowie von einem Telematikkonzept namens Multiple Interaction, das die digitale Rundumversorgung der Kunden gewährleistet.

Während das Design eine neue Sprache spreche, werde Borgward alte Werte wie Eleganz und Funktionalität bei den kommenden Modellen hochhalten, betonte der Manager. Auch die Positionierung der Marke orientiert sich laut Knöss an früher: "Damals stand Borgward für erschwinglichen Luxus. Den wollen wir auch in Zukunft bieten." Mit den künftigen Fahrzeugen sei die Marke zwischen VW und Mercedes einzuordnen.

Webseite zum Genfer Autosalon

Borgward wurde 1919 von dem Ingenieur Carl Friedrich Borgward gegründet und produzierte in Bremen seine Fahrzeuge. Bekannt war der Autohersteller vor allem für den Mittelklassewagen Isabella, den es auch als Kombi, Cabrio und Coupé gab. Zu Hochzeiten produzierten bis zu 23 000 Mitarbeiter in den Werkshallen. Das Unternehmen geriet Ende der 50er Jahre jedoch in Schwierigkeiten - auch weil sich der Firmenpatriarch nach Aussagen von Zeitzeugen mehr für Technik als für kaufmännische Angelegenheiten interessierte. Im September 1961 folgte die Pleite. Sein Enkel Christian Borgward will die Marke nun zusammen mit dem Automanager Karlheinz Knöss wiederbeleben.

dpa/tmn

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