Pragmatisch, praktisch, gut

Allroundtalent in der sportlichen Mittelklasse: BMW F 800 R

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Unser Autor Volker Pfau testete die BMW F 800 R.

Die BMW F 800 R kann nicht mit Superlativen glänzen und ist doch eines der beliebtesten Motorräder in der sportlichen Mittelklasse. Warum?

Der erste Auftritt des zur aktuellen Saison überarbeiteten Roadster-Modells gibt noch keine schlüssige Antwort auf diese Frage. Sicher, das Äußere ist kantig, modern und entspricht der derzeit gängigen Design-Schule für Zweiräder, aber aus der Menge ragt die unverkleidete Münchnerin nicht wirklich heraus. Der Preis? Mit 9050 Euro fürs Basismodell verlangt BMW ungefähr so viel wie die meisten Mitbewerber. Die Leistungsdaten? 90 PS und ein maximales Drehmoment von 86 Nm (bei 5800 U/min) sind nicht mehr, als auch die Konkurrenz bietet.

BMW F 800 R: Viele Schmankerl im Gesamtpaket

Es ist letztlich das Gesamtpaket, das den Erfolg begründet. Und das beinhaltet noch einige weitere Schmankerl, die man im Fahrbetrieb schnell zu schätzen lernt. Die aktuelle F 800 R ist nun mit einem sogenannten E-Gas-System ausgestattet. Beschleunigungswünsche werden also direkt vom Sensor am Gasgriff an die Motorsteuerung des Zweizylinders geleitet, der Befehl zur Beschleunigung also direkter und besser dosierbar weitergegeben. Erfreulicher Nebeneffekt dieser Ausstattung: Die Fahrmodi Rain und Road, die serienmäßig sind, konnten darum überhaupt erst eingebaut werden.

BMW F 800 R: Freude am Drehen

Im Fahrbetrieb gefällt die unverkleidete und nur 203 Kilogramm schwere BMW wegen ihrer Handlichkeit. Der Twin jault zwar ein bisserl, wenn man ihm ordentlich die Sporen gibt, aber er dreht willig hoch und lässt sich dank breitem Lenker stets souverän dorthin steuern, wohin die Fahrt gehen soll. Meist ist man darum eher flott unterwegs, und diese Freude am Drehen schlägt sich im Verbrauch nieder: Knapp fünf Liter notierten wir im Schnitt auf 100 Kilometer. Entspannte Touren lassen sich dagegen locker mit weniger als vier Litern auf der selben Distanz absolvieren.

Weil auch die Bremsen gut sind, die Spiegel taugen, das Cockpit gut informiert und sowohl Geradeauslauf als auch Kurvenwetzerei souverän absolviert werden, stellt die F 800 R stets ihr großes Potenzial und ihr breites Einsatzspektrum unter Beweis. Dass man ihr fehlende Charakteristik und mangelnde Individualität vorwerfen mag, kann vor allem derjenige verschmerzen, der mit der pragmatischen Roadster unterwegs ist. Darüber hinaus ist diese BMW praktisch und gut. Die Summe der vielen guten Eigenschaften machen die sportliche Mittelklässlerin so beliebt.

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von Volker Pfau

Die coolsten Retro- und Classic-Bikes 

Klassik und Moderne: Der Mix aus aktueller Technik und klassischem Look wie bei der R nineT Scrambler von BMW ist auch 2016 bei den Bikern angesagt. Foto: BMW
Klassik und Moderne: Der Mix aus aktueller Technik und klassischem Look wie bei der R nineT Scrambler von BMW ist auch 2016 bei den Bikern angesagt.  © BMW
Beispiel für den Klassik-Boom: Die Triumph Bonneville T120 mit neuem wassergekühltem 1,2 Liter-Zweizylindermotor. Foto: Triumph
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Ausflug mit modernen Klassikern: Die Triumph Bonneville T120 und T120 Black mit neuem wassergekühlten 1,2-Liter-Zweizylindermotor. Foto: Triumph
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