BGH: Urteil zu Werkstatt-Rabatt

Karlsruhe - Wer als Werksangehöriger einen Rabatt auf Autoreparaturen bekommt, kann nach einem Unfall vom Unfallgegner nicht den höheren Normalpreis verlangen.

Der Geschädigte solle an einem Unfall nicht verdienen, entschied der Bundesgerichtshof in einem am Mittwoch verkündeten Urteil. Dies folge aus den “allgemeinen Grundsätzen des Schadensersatzrechts“ (Az.: VI ZR 17/11).

Im konkreten Fall hatte ein BMW-Werksangehöriger nach einem Unfall zunächst den Schaden in Höhe von knapp 3500 Euro auf der Grundlage eines Sachverständigengutachtens ersetzt bekommen. Dann ließ er den Wagen in einer BMW-Werkstatt reparieren, wo er aufgrund des Rabatts nur rund 2900 Euro zahlen musste - also 600 Euro weniger, als er schon ersetzt bekommen hatte. Soweit wäre die Sache dennoch rechtens gewesen.

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Dies genügte dem BMW-Mitarbeiter jedoch nicht: Er wollte zusätzlich noch mehr als 500 Euro, da der reguläre Werkstattpreis - den er nicht bezahlen musste - gut 4000 Euro betragen hätte. Hierfür klagte er durch drei Instanzen - bis nun der BGH entschied, dass dieser Versuch, aus einem Unfall Gewinn zu schlagen, keinen Erfolg haben dürfe.

dpa

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