Benötigen Elektroautos eine Umweltplakette?

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Elektroautos verpesten zwar nicht die Luft, benötigen aber laut TÜV Nord trotzdem eine Umweltplakette. Foto: Friso Gentsch

Essen (dpa/tmn) - Elektroautos verpesten bekanntlich nicht die Luft mit Abgasen. Brauchen sie trotzdem eine Umweltplakette in Städten und Kommunen? Die Antwort fällt überraschend aus.

Obwohl Elektroautos keine Abgase ausstoßen, benötigen sie für Fahrten in Umweltzonen eine Feinstaubplakette. Darauf weist der TÜV Nord hin und betont, dass es für die Stromer keine Ausnahme gebe. E-Mobile hätten zwar keinen umweltschädlichen Verbrennungsmotor und belasteten die Umwelt deshalb nicht mit Feinstaub. Doch wenn alle einfahrtberechtigten Autos eine Plakette tragen, hätten es die Kontrolleure einfacher. So verhindere im Zweifelsfall eine grüne Umweltplakette an der Frontscheibe auch bei Elektroautos ein Bußgeld.

Seit März 2007 können Städte und Kommunen in Deutschland Fahrverbote in speziell ausgewiesenen Umweltzonen erlassen. Entsprechend gekennzeichnete Zonen dürfen nur mit einer Umweltplakette befahren werden, die Autos als vergleichsweise schadstoffarm kennzeichnet, so der TÜV. Seit Juli 2014 dürfen nach Umsetzung der EU-Vorgaben nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette, entsprechend der Schadstoffgruppe 4 (mit der niedrigsten Umweltschädlichkeit), in den Umweltzonen fahren.

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