Wanderer zwischen den Welten

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Der klebt wie Pattex: Mit maximaler Haftung schiebt sich der RS3 Sportback unaufhaltsam über die Straße

Pattex, oder? Dieses Auto: Es klebt auf der Straße. Dieser Audi RS3 Sportback: gebaut für maximale Haftung. Mit Allradantrieb. Mit Hochleistungs- Motor. Ach ja – und mit fünf Türen. Alltag und so …

Der klebt wie Pattex: Mit maximaler Haftung schiebt sich der RS3 Sportback unaufhaltsam über die Straße

Wir sitzen in der sportlichsten Variante des A3. Audi hat den Kompakten mit einer Fünfzylinder- Turbomaschine (bekannt aus dem TT RS) ausgestattet. Die hat 340 PS und macht dieses Auto praktisch zu einem Cocktail.

Der neue Audi RS 3 Sportback

Der neue Audi RS 3 Sportback

Kernig und kompromisslos: Wahrscheinlich bekommen andere Verkehrsteilnehmer nur das Hinterteil des RS3 zu Gesicht

Man nehme einen Teil Sport, einen Teil Anach- B-Fahrt – und als Garnitur noch ein bissl Benzin-Geschichte. Fünfzylinder-Turbo, Allrad: Mit diesem Rezept hat Walter Röhrl ja einst die Rallye- Audi RS3

AUDI RS3 SPORTBACK

Motor: Fünfzylinder-Turbobenziner
Hubraum: 2,5 Liter
Leistung: 340 PS Drehmoment: 450 Nm Getriebe: Automatik mit Doppelkupplung und sieben Gängen
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch begrenzt)
Von 0–100 km/h: 4,6 Sekunden
Leergewicht: 1650 kg
Testverbrauch: 13 l/100 km
Preis: ab 49.900 Euro

Sportback: kein Familienauto, kein Sportler, kein Kompromiss Konkurrenz in Grund und Boden gefahren …
Jetzt also die Neuauflage im alltagstauglichen Straßenauto – da haben sie die alten Reize kultiviert. Vor allem diesen kernigen, technischen Klang. Unaufdringlich, aber bissig. Der braucht seine unbändige Kraft nicht rauszuschreien wie ein Ami-V8. Und was für den Motor gilt, gilt auch fürs Fahrwerk. Unaufgeregt, dabei messerscharf. Wie gesagt: Pattex.

Der RS3 fährt im Normalfall wie auf Schienen. Dieses Auto bringt man nur mit viel Erfahrung (oder mit viel Irrsinn) ans Limit. Das gutmütige Fahrverhalten: Es stammt vor allem aus dem Allradantrieb, der einen Großteil der Kraft an die Vorderachse gibt. Damit diese Kraft auch ordentlich auf die Straße kommt, ist die Bereifung vorn breiter als hinten. Damit ist in der Summe dann allerdings auch die reine Lehre der klassischen Sportler verlassen – zum Kurven-Driften und zum Lenken mit dem Gaspedal ist dieses Auto nicht gebaut. Wofür es allerdings sehr wohl gebaut ist: für knallharte Konkurrenz auf dem Markt. Die meisten gleich starken Autos sind deutlich teurer, die meisten vergleichbar teuren

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Audi RS 3 Sportback mit 340 PS

Das Duell: Audi RS3 gegen den BMW 1er M Coupé

Autos sind deutlich weniger sportlich. Von den Leistungsdaten und vom Preis her spielt eigentlich nur das 1er M-Coupé von BMW in der gleichen Liga – allerdings mit einem völlig anderen Konzept. Den BMW gibt’s nur als Dreitürer mit Handschaltung, den Audi nur als Fünftürer mit Automatik. Der RS3: Er ist eben nicht gebaut als Purist, sondern als Wanderer zwischen den Welten. Kein Familienauto, kein Kleinwagen, kein reinrassiger Sportler. Das, was dann dabei rauskommt, ist allerdings keineswegs ein Kompromiss. Das ist Fahrspaß in Mengen. Und ebensolcher Spritverbrauch, versteht sich.

ULI HEICHELE

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