Jungfernfahrt bei München

Bilder: Hier fährt das selbstgedruckte Airbus-Motorrad

Der Flugzeughersteller Airbus baut jetzt auch Elektro-Motorräder. Um genau zu sein: Der Konzern „druckt“ Motorräder. Am Freitag wurde das Bike präsentiert.
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Der Flugzeughersteller Airbus baut jetzt auch Elektro-Motorräder. Um genau zu sein: Der Konzern „druckt“ Motorräder. Am Freitag wurde das Bike präsentiert.
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Der Flugzeughersteller Airbus baut jetzt auch Elektro-Motorräder. Um genau zu sein: Der Konzern „druckt“ Motorräder. Am Freitag wurde das Bike präsentiert.

Ottobrunn - Der Flugzeughersteller Airbus baut jetzt auch Elektro-Motorräder. Um genau zu sein: Der Konzern „druckt“ Motorräder. Am Freitag wurde das Bike präsentiert.

 Dass das Gefährt, dessen Metallrahmen vollständig aus einem 3D-Drucker stammt, auch fahrtüchtig ist, führte Airbus-Chef Tom Enders ausstaffiert mit Helm und Lederjacke am Freitag am Standort Ottobrunn höchstpersönlich vor.

Der „Light Rider“ wiegt nur knapp 35 Kilogramm, ist mit einem 6kW-Elektromotor ausgestattet und bringt es immerhin auf Tempo 120. Entwickelt wurde er von zwei Luft- und Rahmfahrtingenieuren der Airbus-Tochterfirma APWorks. „Wir wollten zeigen, was inzwischen mit einem 3D-Drucker auch im Metallbereich möglich ist“, sagte Niels Grafen, einer der Erfinder. Ein Jahr lang haben er und sein Teamkollege Stefanus Stahl an dem Gestell getüftelt, das wie ein Tiergerippe aussieht. „Diese Art der Hohlstruktur kann mit herkömmlicher Technik gar nicht herstellt werden“, sagte Stahl.

Noch sei die Luftfahrtindustrie beim Einsatz von Metallteilen aus dem Drucker zurückhaltend, sagte Grafen, dies werde sich aber in den kommenden Jahren ändern. Auch Airbus-Chef Enders setzt auf die Technik, bei der - vereinfacht gesagt - Metallstäube miteinander verschweißt werden: „Ich glaube, dass bis 2030 so viele Metallteile durch leichtere Elemente aus 3D-Druckern ersetzt werden können, dass ein Airbus A350 rund eine Tonne Gewicht einsparen kann.“

Noch muss der „Light Rider“ auf seine Straßenzulassung warten, dann will APWorks insgesamt 50 Exemplare drucken und für 50 000 Euro pro Stück verkaufen.

dpa

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