ADAC: Zweifel an Alkoholtestgerät

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Das elektronische Alkolock-Gerät, das die Zündung außer Kraft setzt, wenn der Fahrer unter Alkoholeinfluss steht. In den Koalitionsfraktionen von Union und FDP gibt es Überlegungen für die Einführung sogenannter Alkolocks in bestimmten Fahrzeugen.

Berlin - Der Automobilclub ADAC hat Zweifel, ob ein Alkoholtestgerät in Fahrzeugen das Unfallrisiko auf deutschen Straßen mindern würde.

Autofahrer dürften auch nicht unter Generalverdacht gestellt werden, sagte ADAC-Sprecher Klaus Reindl am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

In den Koalitionsfraktionen von Union und FDP gibt es Überlegungen für die Einführung sogenannter Alkolocks in bestimmten Fahrzeugen. Alkoholsünder könnten damit künftig per elektronischer Wegfahrsperre am Autofahren nach dem Genuss von Bier, Wein oder Schnaps gehindert werden.

Promillegrenzen im EU-Ausland

Promillegrenzen im Ausland
Alkohol trinken und Autofahren - die Gesetze dazu sind in Europa unterschiedlich. Der erlaubte Alkohol-Gehalt im Blut reicht von 0,0 bis 0,8 Milligramm Alkohol pro Gramm Blut. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,0: Estland, Kroatien, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,2: Norwegen, Polen, Schweden. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,3: Serbien. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,4: Litauen. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,8: Großbritannien, Irland (soll in diesem Jahr auf 0,5 gesenkt werden), Malta. © dpa

“Es gibt genügend andere Möglichkeiten“, meinte Reindl. Zum Beispiel könne die Zahl der Kontrollen erhöht werden. Zur Zeit werde in Deutschland nur jede sechshundertste Alkoholfahrt überhaupt entdeckt.

Sinn mache ein solches Gerät bei Busfahrern und Gefahrguttransportern, sowie im Bahn und Schiffsverkehr. Reindl: “Im privaten Bereich sehe ich große rechtliche Probleme.“ Möglich sei beispielsweise, dass sich jemand anderes zunächst ans Steuer setze, dann werde das Auto freigegeben. “Und dann fährt der alkoholisierte Kraftfahrer weiter“, gab Reindl zu bedenken.

dpa

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