ADAC-Test: So schneiden München & Co. ab

Radfahren in den meisten Städten zu gefährlich

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Radfahrer fahren auf der Straße sicherer: Der ADAC lobt den breiten und auffälligen Radfahrstreifen in München.  

Schmale Radwege, Unfälle und wenig Abstellflächen - in vielen Großstädten haben es Fahrradfahrer schwer. Doch einige Metropolen sind laut ADAC besonders schlecht auf Zweiräder eingestellt.

Deutschlands große Städte sind laut ADAC nur wenig fahrradfreundlich. In einem Test der Rahmenbedingungen für Radfahrer in zwölf Städten kamen zehn nur auf ein durchschnittliches Ergebnis, Dresden und Dortmund schnitten besonders schlecht ab, wie der ADAC am Donnerstag in München mitteilte. Größte Kritikpunkte der Tester waren demnach die Unfallhäufigkeit von Radfahrern, zu schmale Radwege, zu wenige oder schlecht ausgestattete Abstellplätze sowie mangelnde Serviceangebote wie Verleihstationen oder Reparaturmöglichkeiten.

München und Stuttgart "durchschnittlich"

In dem Test schnitten München und Stuttgart, obwohl ebenfalls nur als "durchschnittlich" in Sachen Fahrradfreundlichkeit bewertet, am besten ab. Die anderen Städte lägen in der Bewertung nah beieinander.

Jedes Jahr verunglücken in Deutschland 65.000 Radfahrer

Der ADAC verwies auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach im vergangenen Jahr 354 Fahrradfahrer tödlich verunglückten, knapp zwei Drittel davon in geschlossenen Ortschaften. Jedes Jahr verunglücken demnach mehr als 65.000 Radfahrer, 2013 stieg die Zahl auf über 71.000. Hier bestehe Handlungsbedarf, mahnte der ADAC. Die Kommunen müssten in ihren Unfallanalysen neben dem Auto- auch den Fahrradverkehr betrachten.

"Alltägliches Ärgernis" seien überfüllte und veraltete Abstellmöglichkeiten. Hier sei schnelle Abhilfe erforderlich - und machbar. Der ADAC ließ von der Planungsgemeinschaft Verkehr Hannover die Sicherheit, den Komfort von Testrouten, das Unfallgeschehen, die Abstellmöglichkeiten und die Förderung des Radverkehrs durch die Städte analysieren. Ausgewählt waren Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern.

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AFP

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