Ältere Generationen bekommen mehr Zinsen auf Rentenbeiträge

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Ein Vergleich der Geburtsjahrgänge 1935 bis 1945 ergibt: Die Verzinsung der Rentenbeiträge ist bei Frauen von 5,2 auf 3,7 Prozent gesunken, bei Männern von 2,4 auf 1,2 gesunken. Foto: Jens Büttner

Wie viel Rente jemand ausgezahlt bekommt, hängt nicht allein von den eingezahlten Beiträgen ab. Entscheidend ist auch, wann der Beitragszahler geboren wurde. Denn ältere Jahrgänge profitieren von besseren Zinsen.

Berlin (dpa/tmn) - Ältere Generationen erhalten auf ihre Rentenbeiträge mehr Zinsen als jüngere. Das geht aus einem Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.

Die Forscher vergleichen darin das Verhältnis der Rentenein- und -auszahlungen der Geburtsjahrgänge 1935 bis 1945, also die Verzinsung der Rentenbeiträge. Das Ergebnis: In dem beobachteten Zeitraum ist sie bei Frauen von 5,2 auf 3,7 Prozent gesunken, bei Männern von 2,4 auf 1,2.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Renten massiv gesunken sind: Wer 1945 geboren ist, bekommt den Angaben nach nur etwas weniger Rente als Männer und Frauen des Jahrgangs 1935. Gleichzeitig hat er aber deutlich mehr eingezahlt: Bei Männern ist die Höhe der Beiträge in den zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen, bei Frauen sogar um 40 Prozent. Frauen bekommen mehr Zinsen, weil sie im Schnitt eine höhere Lebenserwartung haben.

Ein schlechtes Geschäft ist die Rentenversicherung durch die sinkenden Zinsen aber nicht, so die Forscher, auch nicht für jüngere Jahrgänge. Schließlich handelt es sich dabei um eine Versicherung, nicht um eine Kapitalanlage: Auszahlungen erhalten Rentner also bis an ihr Lebensende, andere Anlageformen sind dann eventuell längst aufgebraucht. Außerdem schützt die Rentenversicherung auch vor anderen Risiken, etwa durch die Erwerbsminderungsrente.

Wochenbericht des DIW (PDF)

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